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Russland verschiebt Austausch von ISS-Raumfahrern

Raumfahrt Russland verschiebt Austausch von ISS-Raumfahrern

Wegen des Absturzes eines Raumfrachters hat Russland die Rückkehr von drei Crewmitgliedern der Internationalen Raumstation ISS zur Erde auf Mitte Juni verschoben.

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Die Internationale Raumstation (ISS) mit dem angedockten europäischen Wissenschaftslabor Columbus (Mitte unten links).

Quelle: Nasa

Moskau. "Wir haben mit ihnen über die technischen Gründe gesprochen.

Sie sind einverstanden, länger im Kosmos zu bleiben", sagte ISS-Projektleiter Wladimir Solowjow der Agentur Tass in Moskau.

Das neue Datum für die Landung der Italienerin Samantha Cristoforetti sowie des US-Astronauten Terry Virts und des Kosmonauten Anton Schkaplerow in der kasachischen Steppe stehe noch nicht fest. Der Absturz des Raumfrachters Progress vor wenigen Tagen beeinflusse auch den Start der nächsten bemannten Mission zur ISS, sagte Solowjow. Die neue Besatzung breche nicht wie geplant bereits Ende Mai, sondern erst Ende Juli auf.

Zunächst müsse die Ursache für die Fehlzündung der Sojus-Trägerrakete gefunden werden. Mit einer solchen Rakete sollen als nächstes auch der Russe Oleg Kononenko, der Japaner Kimiya Yui und der US-Amerikaner Kjell Lindgren zum Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde fliegen.

Die Progress war Ende April zur ISS gestartet. Wegen einer defekten Trägerrakete geriet sie aber auf eine falsche Umlaufbahn und stürzte schließlich am 8. Mai ab. Dabei verglühte sie in der Erdatmosphäre.

dpa

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