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So bekämpfen Sie den Neujahrs-Kater

Silvester So bekämpfen Sie den Neujahrs-Kater

Prosit, Neujahr! Zu Silvester gehört der Sekt wie das Knallen vor der Tür. Doch mit einem Glas zum Anstoßen war es das meist nicht – und am nächsten Tag folgt der Kater. Was tun, damit es gar nicht erst soweit kommt? Und was tun, wenn es schon soweit ist?

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Prosit Neujahr! Damit der Silvesterabend am nächsten Tag nicht bitter bereut wird, gibt es einige Tipps.

Quelle: Daniel Naupold/dpa

Dröhnender Kopf, Übelkeit und Schwindel: Die Folgen von zu viel Alkohol können ganz schön hart sein. Weniger oder gar keinen zu trinken ist sicher immer ein guter Vorschlag, um dem Kater zu entgehen. Aber was hilft noch, wenn's dann doch zu viel geworden ist? Wasser trinken – am besten vorweg und immer mal wieder ein Glas zwischendurch, rät die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Denn Alkohol regt die Nieren an, mehr Harn zu produzieren – deshalb läuft man bei Bier und Wein häufiger auf die Toilette und der Körper trocknet aus, wenn er nicht genug andere Flüssigkeit bekommt.

Das richtige Essen und Trinken

Auch mit dem richtigen Essen lässt sich dem Kater vorbeugen. Auf nüchternen Magen sollte man nicht trinken, sonst wirkt der Alkohol schneller. Fettiges und salziges Essen bieten tatsächlich eine gute Grundlage. Fett verzögert die Aufnahme von Alkohol ins Blut, Salz beugt der harntreibenden Wirkung des Alkohols vor, so die Stiftung Warentest. Der ABDA empfiehlt eine Bratwurst. Man muss aber nicht extra den Grill anwerfen, Raclette-Käse, Fondue-Fleisch oder Kartoffelsalat sind ebenso gut.

Ob zucker- und kohlensäurehaltige Getränke für einen besonders schlimmen Kater sorgen, ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Wer sicher gehen möchte, verzichtet trotzdem auf beides. Ein absoluter Garant für einen klaren Kopf ist außerdem alkoholfreier Sekt. Der wird in Deutschland immer beliebter. Rund zehn Millionen Flaschen werden pro Jahr gekauft – das sind etwa drei Prozent des gesamten Sekt-Verkaufs. 

Zur Not hilft eine Schmerztablette

Durchschlagenden Effekt hat auch eine Schmerztablette. Vorm Schlafengehen eingeworfen, verhindert sie ein schmerzhaftes Aufwachen. Der Apothekerverband empfiehlt Tabletten mit Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen, bei einem empfindlichen Magen und Asthmatikern sei Paracetamol besser. Natürlicher und hilfreich ist Pfefferminzöl – auf die Stirn aufgetragen wirkt es kühlend und schmerzstillend. Einzelne Apotheken haben auch in der Silvesternacht geöffnet – hier finden sie sämtliche Notdienste in Deutschland.

Der Kater ist da, was nun?

Das Fest war schön, doch der Morgen macht Sorgen. Zu viel Alkohol führt zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel. Der Rollmops liegt als Waffe gegen den Kater im Kühlschrank. Doch hilft der wirklich?

Das klassische Katerfrühstück mit einem Rollmops und eingelegten Gurken schafft tatsächlich Abhilfe. Beides ersetzt verlorene Salze, so die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Das gilt allerdings auch für alle anderen salzigen Speisen. Gleichzeitig machen sie durstig, und Trinken gleicht den Flüssigkeitsverlust wieder aus. Der Magen grummelt und an festes Essen ist noch nicht wieder zu denken? Dann hilft auch eine Hühnerbrühe.

Viel trinken hilft auch viel

Viel Trinken ist besonders wichtig nach zu viel Alkoholgenuss. Säfte enthalten Fruchtzucker, dieser beschleunigt laut Stiftung Warentest den Abbau von Alkohol. Gleiches gilt für frische Früchte und Honig. Nur das Konter-Bier sollte man lieber lassen, denn die erneute Aufnahme von Alkohol entzieht dem Körper wieder Wasser. Kaffee mit Zitrone kann gegen Kopfschmerzen helfen – das ist allerdings nicht wissenschaftlich bewiesen.

Erweitertes Frühstück

Wenn alle Hausmittel nicht helfen, schmälert eine Schmerztablette zum Frühstück das Leiden. Bei einem empfindlichen Magen ist Paracetamol ratsam. Pfefferminzöl auf die Stirn aufgetragen, wirkt natürlich schmerzlindernd. Der Apothekerverband empfiehlt außerdem einen Spaziergang an der frischen Luft und sanfte Massagen der Schläfen und Nasenwurzel. Beides wirkt entspannend. Wer dazu noch nicht wieder in der Lage ist, legt sich einen Eisbeutel auf die Stirn – zumindest bis die Tablette wirkt.

eva

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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