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Starkregen und Gewitter: Feuerwehr im Dauereinsatz

Wetter Starkregen und Gewitter: Feuerwehr im Dauereinsatz

Es bleibt sommerlich in Deutschland, aber ganz ungetrübt ist die Freude an Grillfesten und Badeausflügen nicht. Tief "Mina" über den britischen Inseln schaufelt feuchtwarme Mittelmeerluft heran.

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Auf dem Flughafen von Memmingen stürzte ein Dach auf parkende Autos.

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand

Offenbach/Leipzig/Berlin. Das bedeutet Schwüle und hohe Gewittergefahr.

Wo die Gewitter genau zu erwarten sind, könne nicht vorhergesagt werden, sagte Meteorologe Helmut Malewski vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Freitag. Möglich sei, dass an einem Ort 50 Liter Regen in einer Stunde herunterprasseln und wenige Kilometer weiter gar nichts. "Das ist typisch für Sommergewitter."

In der Nacht zu Freitag hatten starker Regen, Gewitter und Blitzeinschläge die Feuerwehren in vielen Teilen des Landes in Atem gehalten. Teilweise kam der Verkehr zum Erliegen, einige Bundesstraßen wurden wegen Überflutung gesperrt. Im Südwesten blockierte ein umgestürzter Baum eine Bahnstrecke. Verletzt wurde jedoch niemand.

Wegen vollgelaufener Keller, überfluteter Straßen und ausgehobener Gullydeckel war in Sachsen die Feuerwehr im Dauereinsatz. Auf der Autobahn 72 kam der Verkehr teilweise zum Erliegen. Bei Großzöbern stand das Wasser bis zu 30 Zentimeter auf der Straße. Etwa 10 000 Euro Schaden entstanden im nordsächsischen Mügeln, als mehrere Bäume auf Autos stürzten. Im Raum Rudolstadt in Thüringen fiel zeitweise der Strom aus.

In Berlin beeinträchtigte das Unwetter am Donnerstagabend sogar den Flugverkehr. Nach Angaben der Bundespolizei mussten mehrere Flugzeuge von Berlin-Tegel nach Berlin-Schönefeld und sogar nach Leipzig umgeleitet werden. Störungen gab es auch im Straßenverkehr, vor allem im Süden Brandenburgs. Dort kamen die Fahrzeuge kaum noch vorwärts, weil regionale Straßen und die A13 überflutet waren. Örtlich fielen bis zu 60 Liter Regen pro Quadratmeter - fast so viel, wie sonst im ganzen Monat Juli.

In Bayern deckte eine Sturmböe das Dach eines Verwaltungsgebäudes des Flughafens in Memmingen ab und verursachte einen Schaden von rund 300 000 Euro. Wie ein Sprecher der Polizei in Kempten berichtete, krachte die rund 200 Quadratmeter große Dachfläche im nicht-öffentlichen Teil des Flughafens auf mehrere Autos des Zolls. . Auch im Südwesten des Landes haben starke Regenfälle Straßen überflutet, die Bundesstraße 311 im rheinland-pfälzischen Ehlingen wurde zeitweilig gesperrt. Zwei Scheunen gingen in Wittighausen in Baden-Württemberg in Flammen auf. Als Brandursache vermutet die Polizei Blitzeinschläge.

Zwei Menschen wurden im Nachbarland Tschechien verletzt: Ein Baum stürzte auf ihr fahrendes Auto. Hochspannungsleitungen wurden in mehr als 40 Orten des Landes beschädigt. In Hradec Králové (Königgrätz) mussten Tausende Besucher des Open Air Festivals "Rock for People" bei plötzlichen Sturmböen nach einem Unterschlupf suchen.

Im Südwesten Polens waren nach den schweren Regenfällen am Freitag rund 10 000 Menschen ohne Strom. Rund 60 Menschen, darunter Kinder und Erzieher eines Kindergartens mussten wegen Hochwassergefahr in Sicherheit gebracht werden. Viele Straßen waren unpassierbar.

Mit den Unwettern soll es in Deutschland auch am Freitag noch nicht vorbei sein. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab erneut einzelne Warnungen aus. Für den Samstag lasse sich grob sagen, dass die Gewittergefahr im Süden und in der Mitte besonders groß ist, sagte Meteorologe Malewski. Am Sonntag ziehen die Unwetter von Westen auf. Örtlich sind Hagel, Sturm und Platzregen möglich. Dazu ist es warm mit Temperaturen zwischen 20 Grad im Norden und 28 Grad im Süden und Südosten.

dpa

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Eine Stunde nach einem Gewitter ist eine Radfahrerin in Lüneburg vom einem umstürzenden Baum getötet worden.

Drei Menschen sind in Deutschland bei Unwettern ums Leben gekommen, mindestens 20 erlitten am Freitag Verletzungen. Ausläufer des Tiefs "Mina" brachten sintflutartige Regenfälle, Wassermassen überfluteten Straßen, Keller liefen voll, die Feuerwehren waren teilweise im Dauereinsatz.

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