7 ° / 3 ° Regen

Navigation:
Studie: Golf hilft nach Schlaganfall

Wissenschaft Studie: Golf hilft nach Schlaganfall

Ausdauersport kann Schlaganfallpatienten beim oftmals langen Weg zurück zu einem normalen Leben helfen. Eine Studie an der Universität Regensburg belegt nun die positive Wirkung des Golfspielens.

Voriger Artikel
Mutter gesteht: Säugling aus Fenster geworfen
Nächster Artikel
Brindisi: 68-Jähriger gesteht tödlichen Anschlag auf Schule

Eine Studie der Universität Regensburg belegt, dass vor allem das Golfspielen bei der Genesung nach einem Schlaganfall helfen kann.

Quelle: Bernd Wüstneck

Regensburg. "Alle Teilnehmer haben sich in den körperlichen, motorischen und geistigen Bereichen verbessert", sagte Studienleiter Tobias Schachten. Neben den körperlichen Fortschritten habe das Golfen in der Gruppe auch zum sozialen und psychischen Wohlbefinden beigetragen.

Die Patienten hatten zunächst zweieinhalb Monate zweimal pro Woche spezielle Übungen mit dem Schläger und dem Ball absolviert, ohne klassisches Golf zu spielen. Bereits danach hätten sich deutliche Verbesserungen eingestellt. Derzeit läuft die zweite Phase der Studie, bei der die Teilnehmer auf dem Golfplatz üben. "Wir gehen davon aus, dass der Einfluss der Natur noch einmal einen positiven Einfluss hat", erläuterte Sportwissenschaftler Schachten.

Generell sei jede Art von regelmäßiger Bewegung, insbesondere Ausdauersportarten hilfreich, sagte der zweite Vorsitzende der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft, Prof. Joachim Röther, der Deutsche Presse-Agentur. "Golfspielen kann sich mit seinem speziellen Anforderungen aber durchaus noch positiver auf die Heilung auswirken."

Neben den kognitiven und koordinativen Aspekten, sei das spielerische Element beim Golfen wichtig. "Das Belohnungssystem im Gehirn wird eher als beim Walking, Radfahren oder Wandern angesprochen und sorgt so für viele positive emotionale Aspekte", betonte der Chefarzt der Neurologischen Klinik an der Asklepios Klinik in Hamburg/Altona. Außerdem habe der Sport in der Gruppe eine große soziale Komponente und fordere und fördere die Kommunikation untereinander.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Panorama 2/3