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Tausende danken der Queen für Glück und Freude

Monarchie Tausende danken der Queen für Glück und Freude

Das britische Volk hat seiner Königin Elizabeth II. zu ihrem Diamantenen Thronjubiläum einen gigantischen Beweis der Loyalität erbracht. Zum Abschluss der viertägigen Feierlichkeiten jubelten am Dienstag zu den Klängen der Nationalhymne Hunderttausende Menschen vor dem Buckingham Palast der Queen zu.

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Dankt Sie dem Himmel? Die Queen auf dem Balkon von Buckingham Palace.

Quelle: Andy Rain

London. Sie zeigte sich der Öffentlichkeit gemeinsam mit Sohn und Thronfolger Charles und dessen Frau Camilla sowie Charles' Söhnen William und Harry nebst Herzogin Kate - den nächsten beiden Generationen auf dem Thron. Beim traditionellen Familienfoto auf dem Balkon des Palastes in London fehlte Prinzgemahl Philip, seit fast 65 Jahren mit der Königin verheiratet. Er war am Vortag mit einer Blasenentzündung in ein Krankenhaus gebracht worden.

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Queen Elizabeth beim Verlassen der St. Paul's Cathedral in London.

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Deshalb war auf dem Weg vom Mittagessen im historischen Parlamentsgebäude Westminster Hall zurück zum Buckingham Palast ein Platz in der offenen Staatskutsche State Landau frei geblieben.

Die Queen - in einen hellen Mantel mit mintgrünem Chiffonband gehüllt - saß bei leichtem Regen mit Charles und Camilla in dem von sechs Schimmeln gezogenen Wagen. Dahinter fuhr die nächste Generation: William mit seiner Frau Kate und seinem jüngeren Bruder Harry.

Die Queen habe die Menschen glücklich gemacht, und sei Vorbild für andere, sagte der Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, bei einem Dankgottesdienst am Vormittag. 2300 geladene Gäste hatten sich in der St. Paul's Kathedrale versammelt, darunter auch Premierminister David Cameron. In der Kirche hatten 1981 ihr Sohn Charles und seine erste Frau Diana geheiratet.

"Die Queen hat bei allen öffentlichen Verpflichtungen und wenn andere zufrieden waren immer Freude gezeigt", sagte der Erzbischof. "Sie hat ihr Volk glücklich gemacht." Die Untertanen bestätigten die These auf den Straßen. "Elizabeth, the Great" ("Elizabeth, die Große"), stand auf einem der Transparente.

Am Dienstag trübte erneut Regenwetter das Open-Air-Spektakel in London. Bereits am Sonntag war eine spektakuläre Schiffsparade auf der Themse beinahe am schlechten Wetter gescheitert. Prinz Philip hatte sich dort schwer erkältet.

Das Jubiläumsjahr könne die Menschen Großbritanniens dazu anspornen, dem Beispiel der Queen zu folgen und Menschen selbstlos zu helfen, sagte der Bischof. "Eine lebenslange Verpflichtung einzugehen, ist ein großes Risiko, ein aufwendiges Unternehmen", sagte Williams. Die frühe Entscheidung der Königin, ihr Leben ihrem Volk zu widmen, habe diese während der sechs Jahrzehnte ihrer Regentschaft "ergeben, ruhig und großzügig" ausgefüllt.

Die 86 Jahre alte Elizabeth feierte an der Seite ihrer Kinder und Enkelkinder und zusammen mit 2300 geladenen Gästen aus Politik und Gesellschaft den Gottesdienst. Nach dem Gottesdienst und einem Empfang fuhr die Königin zu einem festlichen Mittagessen im britischen Parlamentsgebäude.

Am Abend vorher hatten vor und auf dem Buckingham Palast Superstars ein spektakuläres Popkonzert zu Ehren der Jubilarin gegeben. Mit dabei war fast alles, was in der britischen Musikbranche Rang und Namen hat: Paul McCartney, Elton John, Robbie Williams, Tom Jones, Shirley Bassey, Cliff Richard und außerdem internationale Stars wie Stevie Wonder, Grace Jones und Kylie Minogue.

Der Platz vor dem Palast hatte sich in eine riesige Konzertarena verwandelt. Die Karten waren an ausgewählte Hilfsorganisationen verteilt und verlost worden. Entlang der Prachtstraße The Mall, im Hyde Park und an anderen Stellen versammelten sich Hunderttausende vor großen Bildschirmen.

Die Queen und ihre Familie haben in den vergangenen Tagen einen Feiermarathon hingelegt. Am Sonntag gab es eine Schiffsparade auf der Themse mit 1,25 Millionen Zuschauern. Am Montag wurden rund um den Globus zu Ehren der Queen in Ländern des Staatenbundes Commonwealth und in Großbritannien 4200 Leuchtfeuer entzündet.

Am Dienstagabend sollten die offiziellen Feiern in London mit einer Dankes-Ansprache der Königin zu Ende gehen.

Abgefeiert ist das Jubiläum aber noch nicht. Die Queen will in den kommenden Wochen ihre im Frühjahr begonnenen Reisen durch ihr Land fortsetzen. Zudem übernehmen ihre engsten Verwandten Auslandsbesuche in die Staaten des Commonwealth für sie.

Elizabeth war nach dem frühen Tod ihres Vaters am 6. Februar 1952 Königin geworden. Nur ihre Ur-Urgroßmutter, Queen Victoria, regierte bislang mit fast 64 Jahren länger als sie.

dpa

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