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Tote Hosen unplugged in Düsseldorf

Musik Tote Hosen unplugged in Düsseldorf

Fortuna-Fangesänge statt klassischem Klangkörper: Die Toten Hosen haben im 30. Jahr ihres Bestehens erstmals die altehrwürdige Düsseldorfer Tonhalle heimgesucht.

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Nurr echt mit Bierflasche: Campino in Düsseldorf.

Quelle: Henning Kaiser

Düsseldorf. Das Akustik-Konzert der Punkrocker war der erste Auftritt von Frontmann Campino nach dessen 50. Geburtstag. Die gut 1000 Besucher im ausverkauften Konzertsaal begrüßten den schwer erkälteten Sänger am Samstagabend mit einem Ständchen. Der hatte seine ehemalige Grundschullehrerin eingeladen, die im Alter von 90 Jahren ihrem ehemaligen Schüler lauschte.

Seit drei Jahren hatte die Düsseldorfer Band kein größeres Konzert in ihrer Heimatstadt gegeben und so hatten zahlreiche Fans vor Beginn des Vorverkaufs vor der Halle übernachtet, um eines der begehrten Tickets zu ergattern. "Es ist ein Wahnsinnsvergnügen, hier zu sein", bekannte der Sänger, der sehr mit seiner belegten Stimme kämpfte.

Die Tonhalle habe für ihn eine besondere Bedeutung, seit ihn seine Mutter in den 1970er Jahren als Kind dorthin in ein Trompetenkonzert verschleppt und anschließend zum Trompeten-Unterricht angemeldet habe: "Danach bin ich in die Subkultur abgetaucht."

Angeblich jene Trompete aus Kindertagen hatte der Sänger am Samstagabend mitgebracht, um eine Boogie-Version von "Eisgekühlter Bommerlunder" zu intonieren. Cover-Versionen von Falco und Kraftwerk, die Hymne "Tage wie diese" und Klassiker wie "Hier kommt Alex" zogen die Zuhörer von den Sitzen. Fast zweieinhalb Stunden dauerte der umjubelte Auftritt ohne E-Gitarren, verstärkt von einem Streicher und einer Pianistin.

Immer wieder wurde der Auftritt von Fangesängen des Publikums für die heimische Fortuna unterbrochen. "Wie 'ne kleine Aufstiegsparty", sagte Campino in Anspielung auf das Fußball-Relegations-Drama seiner Fortuna gegen Hertha BSC Berlin.

dpa

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