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Wo der Sahara-Staub zum Blutregen wird

Wetterphänomen Wo der Sahara-Staub zum Blutregen wird

Aufgewirbelter Sahara-Staub ist in den kommenden Tagen wieder unterwegs. Diesmal dürfte Deutschland aber weniger betroffen sein, sagte Uwe Kirsche, Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD), am Donnerstag. Am vergangenen Wochenende hatte Wüstenstaub die Frühlingssonne in Deutschland getrübt.

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Seltenes Wetterphänomen: Am Freitag könnte es in Teilen Deutschlands zu Blutregen kommen.

Quelle: Julian Stratenschulte/dpa (Symbolbild)

Offenbach. Meteorologen schätzten, dass der feine Staub in zwei bis drei Kilometern Höhe zusammen mit Schleierwolken die Temperatur um bis zu zwei Grad gesenkt hat. Diesmal zieht der aufgewirbelte Staub in einigen Kilometern Höhe nach Berechnungen des Modellsystems ICON-ART schon über Nordafrika in östlicher Richtung ab. Dorthin werde er von einem Tief über dem Mittelmeer gelenkt, erläuterte DWD-Meteorologe Thomas Ruppert.

Warm wird es aber in Deutschland trotzdem nicht. Zwar ziehen Regenwolken ab, aber mehr als 14 Grad erwarten die Meteorologen für den Sonnabend nicht, am Sonntag wird es etwas wärmer. An der Küste und im Bergland werden höchstens 10 Grad erreicht.

Blutregen in Süddeutschland möglich

Da es in Süddeutschland häufiger regnen kann, ist sogar ein extremes Wetterphänomen möglich: Blutregen. Als Blutregen wird die rötliche Färbung von Regen bezeichnet, die hauptsächlich durch Staub aus der Wüste verursacht wird. Manchmal kommt eine gelbrötliche Färbung auch unter Einfluss von Pollen vor. Blutregen galt einst als Vorzeichen drohenden Unheils.

Immer wieder gelangt Staub aus der Sahara in etlichen Kilometern Höhe durch die Luft in weit entfernte Regionen, auch nach Deutschland. Rund 600 Millionen Tonnen feinster Staubpartikel werden nach Angaben des DWD pro Jahr so verteilt. Saharastaub dünge den südamerikanischen Urwald und die Ozeane.

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