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Bundestagswahl Wahlkreis 6 Neumünster/Plön
Bundestagswahl
Er wollte 50000 Erststimmen für die CDU holen und übertraf sein selbstgestecktes Ziel sogar: Philipp Murmann mit Ehefrau Cordula Murmann.

Philipp Murmann, der CDU-Kandidat im Wahlkreis Plön/Neumünster, legt einen Start-Ziel-Sieg hin und vertritt die Region vier weitere Jahre im Bundestag.

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Plön und Neumünster
Foto: Endlich Sommer: Der Kreis Plön, hier der Strand von Laboe, ist als Urlaubsregion beliebt. Touristen sind der wichtigste Wirtschaftsfaktor.

Der Wahlkreis 6 Neumünster/Plön (knapp 180000 Wahlberechtigte) repräsentiert beide Seiten Schleswig-Holsteins: Stadt und Land. Auf der einen Seite ein von wirtschaftlichem und sozialem Wandel immer wieder gebeuteltes Neumünster, auf der anderen Seite ein gemütlicher Landkreis mit Kontakt zur Kieler Förde, 50 Kilometer Ostseeküste und 80 Seen.

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Martin Wolf
Martin Wolf tritt für die FDP an.

Vor vier Jahren fühlte sich Martin Wolf (51) auf der Wahlparty im Plöner Kreishaus noch als der wahre Sieger, obwohl der FDP-Kandidat nicht den Hauch einer Chance gehabt hatte, das Direktmandat zu holen. Aber die Liberalen kamen bei den Zweitstimmen auf bis dahin nie erreichte 15,8 Prozent. Da wurde auch ein Martin Wolf ganz euphorisch. So viel FDP gab es selten im Kreis Plön.

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Bernhard Dierdorf
Bernhard Dierdorf tritt für die Grünen an.

Bernhard Dierdorf (67) ordnet sich politisch als „katholischer Sozialdemokrat“ ein. Dennoch kandidiert er für die Grünen. Sie hätten das bessere Sozialprogramm. Außerdem vertrieb ihn der Umgang einiger Sozialdemokraten mit dem früheren Ministerpräsidenten Johannes Rau aus der SPD. Nach langen Jahren. Er habe damals direkt miterlebt, wie Rau, eines seiner politischen Vorbilder, von engsten Mitstreitern wie Rudolf Dressler regelrecht demontiert worden sei.

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Lorenz Gösta Beutin
Lorenz Gösta Beutin kandidiert für die Linken.

Es gibt nicht viele Menschen in Schleswig-Holstein, denen der frühere Ministerpräsident Peter Harry Carstensen die Hand nicht geschüttelt hat. Der Linken-Kandidat Lorenz Gösta Beutin (35) gehört dazu. Bei der Kommunalwahl 2008 gab es eine persönliche Begegnung der beiden, die Beutin bis heute in schlechter Erinnerung behalten hat. „Ich gebe einem Kommunisten nicht die Hand“, soll Carstensen dem damaligen Landessprecher der Linken gesagt haben.

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Philipp Murmann
Philipp Murmann tritt für die CDU an.

Der CDU-Kandidat Philipp Murmann (49) zieht 2009 als direkt gewählter Kandidat zum ersten Mal in den Berliner Bundestag ein. Die CDU holt sich damals nach langen Jahren den Wahlkreis von der SPD zurück, den ihr Vertreter Michael Bürsch lange Zeit dominiert hat. Selbst in der einstigen SPD-Hochburg Neumünster liegt Murmann vor seiner Mitbewerberin Birgit Malecha-Nissen. Er gewinnt die Wahl mit 38,6 Prozent der Stimmen.

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Birgit Malecha-Nissen
Birgit Malecha-Nissen tritt für die SPD an.

Beim ersten Mal ist sie mit 33,4 Prozent der Stimmen ihrem CDU-Mitstreiter Philipp Murmann noch unterlegen, nun will Birgit Malecha-Nissen (55) ihm das Direktmandat wieder abknöpfen. Ihr Wahlkampf läuft daher auf Hochtouren. Zuletzt widmete sich die Passaderin besonders Neumünster, wo sie 2009 nur knapp verlor. Wer spontan Termine mit ihr haben möchte, muss sich in Geduld üben.

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