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Die wachsamen Augen des Campus
CAU Kiel Jubiläum: 350 Jahre CAU Kiel

350 Jahre CAU Kiel Die wachsamen Augen des Campus

Wenn ihn jemand als Schranken-Heini bezeichnet, gerät selbst bei einem so besonnenen Mann wie Jakob Lehmann der Blutdruck in Wallung. Und das zu Recht. Denn was Lehmann und seine Kollegen auf dem Universitätsgelände leisten, geht weit über den Schrankenservice hinaus.

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Jakob Lehmann arbeitet in der Pforte der Universität Kiel.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Es geht um Sicherheit von 160 Gebäuden, die Überwachung des 120-Hektar-Geländes und vor allem um die schnelle Hilfe in Notlagen für alle Beschäftigten und Studierenden auf dem Campus. Und dieser Dienst ist auch notwendig.

 Mit seinen 25 Jahren würde Jakob Lehmann auch als Student durchgehen. Wären da nicht seine Dienstkleidung von der Kieler Wach- und Sicherheitsgesellschaft und sein Arbeitsplatz in der Hauptpforte. Hier, in dem gläsernen Kubus auf dem Christian-Albrechts-Platz, ist immer jemand vom Sicherheitsdienst zu finden. Das ist auch notwendig, denn die Sicherheitsleute sind gefragt. Mal will ein Student wissen, wie er zu seiner Vorlesung findet, mal fragt ein Handwerker nach dem Weg oder benötigt den Schlüssel zu einem bestimmten Raum. Oder es hetzt um eine Minute vor Mitternacht ein Student herein, um auf den letzten Drücker seine Bachelor-Arbeit abzugeben. Denn hier bekommt man auch nachts noch den notwendigen Eingangsstempel.

 Vor allem aber ist dies hier eine Schaltzentrale: Von hier werden die technischen Anlagen auf dem gesamten Gelände gesteuert und/oder überwacht. „Die neun Schranken sind dabei das Geringste“, sagt Lehmann, der hier schon seine Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit absolviert hat und das Gelände aus dem Effeff kennt. Das ist auch notwendig, um jederzeit schnell reagieren zu können. Zum Beispiel, wenn jemand irgendwo zusammenbricht. „Wir müssen sicherstellen, dass der Rettungswagen nicht vor einer geschlossenen Schranke steht oder unnötig Umwege fährt“, sagt Lehmann.

 Genauso schnell muss gehandelt werden, wenn in Laboren die notwendige Kühlung ausfällt oder irgendwo der Feuer- oder Einbruchsalarm losgeht. „Bis Feuerwehr und Polizei vor Ort sind, muss dann der Tatort abgesichert werden. Oft verursachen den Alarm aber Leute, denen es um Vandalismus oder Schmierereien geht“, sagt Lehmann, der mit seinen Kollegen auch für das Auf- und Abschließen der 160 Gebäude zuständig ist. „Es gibt hier schon einige dunkle Ecken, auf die wir ein besonderes Auge haben müssen“, sagt der stellvertretende Objektleiter. Welche das sind? Lehmann lächelt. „Berufsgeheimnis.“

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

Fotostrecke: Kluge Köpfe der CAU