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Der Erste Weltkrieg im Norden
Serie: Der Norden und der große Krieg

Familiengeschichte auf dem Dachboden

Foto: Diente im Weltkrieg an der französischen Westfront: Franz Joseph Heinl.

Niemals, so hatte er sich fest vorgenommen, wollte er seine Eltern beunruhigen. Deshalb berichtete er wenig über das Schlachtgeschehen. Nur gelegentlich schrieb er: „Der Franzmann ballert wieder.“

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Serie: Der Norden und der große Krieg

Neue Spuren in die Vergangenheit

Anne-Kathrin Schütt aus Kiel-Friedrichsort (oben) hat herausgefunden, dass ihre Großmutter Anna Maria Christina Reuer vor ihrer Eheschließung mit dem Großvater schon einmal verheiratet war.

Als Anne-Kathrin Schütt aus Kiel-Friedrichsort den Nachlass ihrer im Jahre 2012 verstorbenen Tante durchblätterte, machte sie eine ungeheuerliche Entdeckung: Ihre Großmutter war schon einmal verheiratet, und zwar mit einem gut aussehenden jungen Mann, Soldat der Kriegsmarine. Anne-Kathrin Schütts Familie habe über diese Ehe bis dahin nicht gesprochen. Die Kielerin hat diese Entdeckung sehr bewegt.

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Serie: Der Norden und der große Krieg

Endlich Urlaub von der grimmigen Kälte

Foto: An der Ostfront: Unteroffizier Johannes Stölting.

„Der Unteroffizier Stölting von der 1. Maschinengewehr-Kompagnie des Landwehr-Infanterie-Regiments Nr. 84 wird hiermit vom 24. Februar bis einschließlich 15. März 1916 nach Kiel, Kreis Kiel, beurlaubt. Alle Behörden werden ersucht, ihn ungehindert reisen zu lassen und ihm nötigenfalls Schutz und Hilfe zu gewähren.“

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Serie: Der Norden und der große Krieg

Offizier lässt Gnade walten

Foto: Kämpfte im Osten: der Pferdezüchter Dietrich Born.

Knapp zwei Monate nach dem Ausbruch war der Erste Weltkrieg für den Pferdezüchter Dietrich Born vom Gut Dommelkeim im ostpreußischen Landkreis Bartenstein schon Ende September 1914 wieder außer Sichtweite. Da kehrte er nach der Flucht vor den russischen Truppen, die mit ihrem Vorstoß auf Ostpreußen gescheitert waren, auf seinen verwüsteten Hof zurück und baute ihn wieder auf.

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Serie: Der Norden und der große Krieg

Schmuck aus Granaten

Foto: Grüße von der Front: Der Armreif aus einem Granatenring ist wohl das merkwürdigste Geschenk, das die Mutter von Carmen Kohn aus Preetz während des Krieges geschenkt bekam.

Tod, Vertreibung und Hunger: Von 1914 bis 1918 hielt der Erste Weltkrieg auch die Menschen im Norden in Atem. 100 Jahre nach Ausbruch der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts schlummern noch viele Erinnerungen in den schleswig-holsteinischen Familien, wie unsere achtwöchige Serie gezeigt hat. Zum Abschluss zeigen wir noch eine Auswahl von Briefen, Fotos und Geschichten, die das Leiden dieser Zeit dokumentieren. Allen Leserinnen und Lesern, die sich bei uns gemeldet haben, danken wir herzlich.

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Serie: Der Norden und der große Krieg

Bitteres Ende im Erdloch

Foto: Sie fühlen sich am Kriegsende verraten von „dummen Diplomaten“: Im November 1918 denken viele deutsche Soldaten in den Schützengräben über das Desertieren nach.

Kein Nachschub, die Truppe demoralisiert, auch die Heimat kriegsmüde: Im Oktober 1918 ist der Weltkrieg für Deutschland längst verloren. Doch es wird weiter gekämpft, gelitten und gestorben. Am 19. Oktober schreibt der Kieler Infanterist Hermann Vollertsen eine Feldpost aus Nordfrankreich an die Heimat. Es ist seine letzte. Fünf Tage später wird der 22-Jährige von einer britischen Granate getötet.

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Serie: Der Norden und der große Krieg

„Ich musste mich ausweinen“

Foto: Pastor Hunzinger 1917 mit seiner Frau und seinen Kindern.

Am Ende des Ersten Weltkriegs befanden sich 160000 Deutsche in Russland in Kriegsgefangenschaft. Doch wie sollte man sie befreien? Dieses Problem sollte 1918 eine 100-köpfige Delegation lösen, die von der deutschen Regierung in den Osten geschickt worden war. Mit dabei war auch der Hamburger Pastor August Wilhelm Hunzinger. In Briefen dokumentierte er die Not der Gefangenen.

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Serie: Der Norden und der große Krieg

Kriegsgefangene der Japaner

Foto: Kultiviert ging es im Gefangenenlager in Bando/Japan zu. Diese Aufnahme entstand 1920 beim Abschiedsessen des Kegelclubs und zeigt den Kieler Otto Heinzel (zweiter von rechts) mit Kameraden.

Der Erste Weltkrieg fand auch in Asien statt: in Kiautschou im Nordosten Chinas. Das Gebiet war ab 1898 ein Stück Deutsches Kaiserreich, und auch dort kämpften Soldaten aus Schleswig-Holstein – 220 landeten für Jahre in japanischer Kriegsgefangenschaft.

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Fotostrecke: Erster Weltkrieg

Vier Jahre dauerte der erste Weltkrieg, der neun Millionen Menschen das Leben kostete. Wir zeigen Ihnen Bilder hierzu.