Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Dschungelcamp Die schaurige Höllena auf Konfro-Kurs
Dschungelcamp Die schaurige Höllena auf Konfro-Kurs
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:30 20.01.2016
Helena Fürst geht nicht nur Thorsten Legat auf die Nerven. Quelle: Stefan Menne / RTL

Doch Rettung naht, denn es bleibt keine Zeit, sich gegenseitig zu zerfleischen. Das Klo-Gate fordert alle Aufmerksamkeit. Und beim defekten Promi-Dinner startet die Konfro schon vorm Antreten. Abschiedstränen bleiben aus.

Gunter steht auf – und geht

Die Meldung ist längst durchgesickert: Gunter Gabriel verlässt das Camp. Gewundert hat es auch vor Sendestart schon niemanden. Der seiernde Senior redet seit der ersten Stunde vom Auszug und kann beruhigt sein: Niemand hat mit einem längeren Aufenthalt gerechnet, geschweige denn darauf gehofft. Er sei eben eher Einzelkämpfer – dann muss endlich kein anderer mehr sein stöhnen, ächzen und husten hören. Im Hotelbett angekommen beichtet Gunter, Fan von Brigitte Nielsen und David Ortega zu sein. Nur warum bleibt unklar. Beide reißen nichts und reden kaum verständlich. 

„Ich bin erlöst, ich bin Gott sei Dank erlöst“, sprach Gunter und befreit damit auch uns – bis zum nächsten Auftritt bei einem Stadtfest.

David gegen die Schwarmintelligenz

Die Einführung des Zentralabiturs war sinnvoll – David Ortega ist der Beweis. Zumindest bleibt bei dieser Überlegung die Hoffnung bestehen, dass der Spanier den Abschluss damals auf einer ganz skurrilen Schule machen konnte. Mit Sport, Spanisch und Sackhüpfen als Leistungskurse. Eine andere Überlegung: Er ist hochintelligent und ein grandioser Schauspieler. In den Sprechpausen überlegt David, was der größte Unsinn wäre, den er jetzt sagen könnte. Money Boy ist sein Vorbild – ein Proll-Rapper, der obszön runtergekommen wirkt, aber einen Master in Medienpsychologie hat. Noch sieht es so aus, als würde David mit dieser Masche durchkommen, doch was sagt die Schwarmintelligenz des Publikums dazu. Das ertappt ihn noch! Obwohl, bei Schneewittchen-Nathalie scheint er ja auch mit der Fotografen-Nummer landen zu können. Sophia Wollersheim sieht schon „gelovete Blicke“ – als Rotlicht-Barbie kennt sie sich aus.

„Ich hab jetzt auch im Stehen gepinkelt, ich setz mich da nicht mehr hin“, sprach David und beweist, dass er an seinem Rüpel-Verhalten noch feilt.

Die wahre Toiletten-Prüfung

Doppelt so viele C-Promis, nur ein stilles Hüttchen. Tatsächlich will sich niemand mehr auf diese Toilette setzen. Schuld sollen die Senioren sein. Der Gang zum Klo, schon nur mit Unterstützung zu schaffen, war für Gunter und Rolf Zacher die einzige Abhilfe, sich nicht wund zu liegen. Selbst beim Hemd Aufknöpfen muss Zivi-Jürgen Milski helfen. „Alles über alles“ beschreibt Brigitte Nielsen das Klo-Elend. Nielsen, die Dschungelkönigin, die keiner mehr sehen will, weil jeder weiß, dass sie alles schluckt. Doch der Dschungel-Kinski, Thorsten Legat, nimmt sich der Sache an, mündlich, also mit großen Worten, die aus seinem vom Penis geschundenen Mund kommen. Bei dem Enthusiasmus sollte ihm eine Krone auf den Zähnen, statt auf dem Kopf, auf seiner Rückreise nach Remscheid ausreichen. Den Dreck machen nämlich andere weg: Ricky Harris, Jenny Elvers und David übernehmen den Putzdienst.

„Was machen die im Altersheim, wenn es nicht funktioniert? Die nehmen eine Windel!“, sprach Ricky und denkt an eine mögliche Pfleger-Karriere nach dem Dschungel.

Ehe-Therapie sorgt für harte Konfro

Erst bekocht man sich aufwendig, dann landet man auf dem Therapiesofa und bewertet den anderen. Ehe-Alltag gibt es auch in Australien. Während Heulena den Schweine-Anus verschmäht, weil sie nicht zu „Pott“ kommt (Ist der dreckige Pott jetzt am Prüfungs-Versagen schuld?), stopft Legat das Vielfache an Abscheulichkeiten in sich hinein. Endstand: Zehn Sterne. Der Vulkan ist ausgebrochen. Hinter dem Großmaul steckt also auch ein resistenter Magen. Es folgt die Punktevergabe für die Kochkünste des anderen. Die Fress-Maschine gibt dem wenig Fürst-lichen Auftritt vier Punkte. „Zehn Punkte, weil er das alles gegessen hat“, krächzt der Frau gewordene Kariesbohrer. Es bricht der obligatorische Streit um die Beweggründe am Dschungelcamp teilzunehmen aus: Geld, Aufmerksamkeit, Spaß, an die eigenen Grenzen gehen. Doch bei Höllena und dem Kampfansager könnte das tatsächlich zur härtesten Konfro ever, ever, ever werden. 

Auch an Tag 6 darf sich Helena wieder in einer Prüfung beweisen. Entweder die Anrufer hassen sie wirklich oder sie wollen, dass die anderen Camp-Teilnehmer aushungern.

Der Legat des Tages:

„Ich hab schon einen Schwanz gegessen, jetzt esse ich nen Arsch, das ist doch nicht normal.“ (Beim Zubereiten der Mahlzeiten für die Dschungelprüfung)

Von Eva-Maria Weiß

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Dschungelcamp Tag vier im Dschungelcamp - Langsam wird’s ungemütlich

Es könnte alles so schön friedlich sein im australischen Promi-Dschungel. Die Grillen zirpen, Opa Gunter erzählt einen Schwank aus seinem Leben und der XYZ-Promi-Nachwuchs lauscht. Aber an Tag vier im Camp gibt’s endlich mal richtig Kasalla! Legat gegen Milski. Gabriel gegen Ortega. Und das blonde Gift Elvers und Wollersheim gegen den Rest.

Anne Holbach 19.01.2016
Dschungelcamp Tag drei im Dschungelcamp - Achtung, es wird gefühlig

Tag 3 im Dschungel – Zeit für die großen Gefühle und Geständnisse. Am Lagerfeuer erzählt Thorsten Legat von seinem gewalttätigen Vater und Sophia Wollersheim, warum sie so große Brüste hat. Doch was steckt wirklich hinter den Gefühlsausbrüchen? KN-online erklärt die Geständnisse, was sie bedeuten und wie wahr sie sind.

18.01.2016
Dschungelcamp Tag zwei im Dschungelcamp - Die Qual der Zahl

Tag zwei und schon kann man RTL für dieses grandiose Kandidaten-Casting gratulieren. Die zwölf Patienten von der Resterampe liefern das ab, was wir alle so sehnsüchtig nach der Langweiler-Nummer von 2015 erwartet haben: Stumpfe Sprüche, peinliche Dialoge und ein Kandidaten-Selbstverständnis so fernab jeder Realität, das man einfach nur rund um die Uhr applaudieren möchte.

17.01.2016
Anzeige