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Flaschenpost Flaschenpost kommt unter den Hammer
Flaschenpost Flaschenpost Flaschenpost kommt unter den Hammer
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07:50 26.07.2014
Von Jennifer Ruske
Die Flaschenpost von 1913 ging dem Möltenorter Berufsfischer Conrad Fischer im Frühjahr ins Netz. Quelle: pae
Möltenort

Am 17. Mai 1913 hatte Richard Platz aus Berlin-Baumschulenweg eine schlichte dänische Postkarte in Sütterlin beschriftet, zwei deutsche Briefmarkten beigelegt und die Karte in einer braunen Glasflasche ins Meer geworfen. Am Dienstag, 4. März, hatte sie der Möltenorter Fischer Konrad Fischer und seine Kollegen zwei Meilen vom Kieler Leuchtturm entfernt aus dem Wasser gefischt und geöffnet. Damit begann der Rummel, erzählt Konrad „Conny“ Fischer. Denn die Flaschenpost gilt nach Expertenmeinung als die älteste der Welt.

 Mehr als 100 Jahre dauerte die Reise der „Message in a bottle“ im Meer – und ist noch immer nicht zu Ende. Derzeit ist die Flaschenpost im Internationalen Maritimen Museum (IMMH) in Hamburg zu bewundern. Dem ehemaligen Hamburger Schiffsredakteur und Verlagschef Peter Tamm, Sammeler maritimer Stücke, hatte Konrad Fischer die Flasche für seine Ausstellung überlassen. „Bis Januar 2015 wird das Fundstück dort gezeigt.“ Doch was dann mit der Flasche geschehen soll, darüber war sich der Finder lange Zeit unsicher. Jetzt hat Fischer sich entschieden: „Wir verkaufen das Stück über Ebay.“

 Am 18. Juli haben Konrad Fischer und sein Sohn Stefan die Flaschenpost eingestellt, bis zum 28. Juli, 10.28 Uhr läuft die Auktion noch, bei der jeder Interessierte mitbieten kann. Das Anfangsgebot steht bei 500 Euro. Auf gute 1000 Euro hofft der Fischer, „ich muss mit meinem Kutter in die Werft, da käme das Geld gerade richtig“. Und weiter: „Ich hätte die Flasche auch bei mir hinstellen können – doch so sehr hängt da nicht mein Herz dran“, sagt er. Daher ist ihm eigentlich wichtiger, dass die Flasche und ihr Inhalt in gute Hände kommen.

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