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G7: DGB sagt Kundgebung in Lübeck ab

Sicherheitsbedenken G7: DGB sagt Kundgebung in Lübeck ab

Angesichts drohender Ausschreitungen am Rande des Außenminister-Treffens der G7 in Lübeck zieht der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) jetzt Konsequenzen und hat seine für Dienstag kommender Woche geplante Kundgebung wegen Sicherheitsbedenken abgesagt.

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Der DGB hat eine Kundgebung in Lübeck abgesagt.

Quelle: Franziska Kraufmann/dpa (Symbolfoto)

Lübeck. „Nach den Krawallen bei der Eröffnung des Neubaus der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt können wir die Sicherheit der Teilnehmer unserer Veranstaltung nicht garantieren“, sagt DGB-Regionsgeschäftsführer Andreas Sankewitz. Er wolle die Verantwortung nicht tragen, das Wohl der Besucher habe Priorität. „Der DGB steht für Gewaltfreiheit, da unsere Veranstaltung aber in direkter Nähe zu Polizeiabsperrungen stattfinden sollte, möchten wir Menschen, die die G7-Tagung blockieren oder sogar attackieren wollen, keinen Rückzugsraum bieten“, argumentiert Sankewitz.

Der DGB Schleswig-Holstein Südost wollte ursprünglich am 14. April neben dem Gewerkschaftshaus mit Ballons und Transparenten gegen das Freihandelsabkommen TTIP protestieren. Sankewitz hatte „mit mehreren hundert Teilnehmern“ gerechnet. Nicht alle können seine Gründe für die Absage nachvollziehen. Zur gleichen Zeit sind in der Lübecker Altstadt zahlreiche Demonstrationen gegen das G7-Treffen geplant. Einige Gruppen haben auch zu Blockadeaktionen aufgerufen. In Frankfurt war es im März bei Protesten gegen die Eröffnung der neuen EZB-Zentrale zu schweren Ausschreitungen gekommen.

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Ein Artikel von
Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH