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Keine weiteren Proteste geplant

G7-Gipfel in Lübeck Keine weiteren Proteste geplant

Nach einer friedlichen Demonstration gegen das G7-Außenministertreffen in Lübeck hat es am Dienstagabend erste Zusammenstöße zwischen Polizei und Gegnern gegeben. Einige Randalierer sind festgenommen worden. Am Mittwoch sind dagegen keine größeren Proteste angekündigt.

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 Polizisten nehmen während des G7 Aussenministertreffen in Lübeck einen Demonstranten in der Königstrasse fest.

Quelle: Olaf Malzahn

Lübeck. Die G7-Gegner hatten Aktionen des zivilen Ungehorsams angekündigt: Zum Abschluss der Kundgebung der Demo unweit des Hansemuseums hatte eine Rednerin per Mikrofon zum Sturm auf das Rathaus aufgerufen. Hunderte, teils vermummte Protestierende, zogen anschließend in Richtung Markt.

Nach einer friedlichen Demonstration gegen das G7-Außenministertreffen in Lübeck hat es am Dienstagabend erste Zusammenstöße zwischen Polizei und Gegnern gegeben. Einige Randalierer sind festgenommen worden. Am Mittwoch sind keine größeren Proteste angekündigt.

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Die Polizei hatte immense Mühen, die kleinen Grüppchen aufzuhalten. Mehrere Polizeisperren sind durchbrochen worden. Teilweise standen den Polizisten bis zu 100 Autonome gegenüber. Bengalische Feuer wurden entzündet, leere Flaschen flogen.

Demonstranten laufen durch die Königstraße. Foto: Olaf Malzahn

Demonstranten laufen durch die Königstraße. Foto: Olaf Malzahn

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Die Polizei schritt hart ein. Einige Personengruppen waren in der Altstadt eingekesselt worden. Bis zum Ende der Veranstaltung der Außenminister im Rathaus wurden diese auch nicht aufgelöst, sagte eine Polizeisprecherin. Es seien 16 Demonstranten in Gewahrsam genommen und 39 Platzverweise ausgesprochen worden.

In der Nacht zum Mittwoch ist es dagegen ruhiggeblieben. Ein Streifenwagen sei in der Nähe des Bahnhofs durch einen Flaschenwurf beschädigt worden, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. Das Bündnis „Stop G7“ erklärte seine Aktionen nach den Protesten am Dienstagabend für beendet. Es solle am Mittwoch keine Proteste geben, erklärte ein Sprecher: „Wir lassen ab sofort den Sicherheitswahn ins Leere laufen.“ Die Polizei ist während der zweitägigen Konferenz in Lübeck mit rund 3500 Beamten im Einsatz.

Zum Außenministertreffen der G7-Staaten in Lübeck werden am Dienstag mehrere Tausend Demonstranten erwartet. Mittags sollen größere Protestaktionen gegen die Konferenz beginnen. Bereits am Montag hatte es drei Demonstrationen gegeben. Die Veranstalter sprachen von mehr als 500 Teilnehmern, die Polizei von etwa 300.

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Am Mittwoch stößt auch John Kerry dazu. Mit dem US-Außenminister sind die G7 dann in Lübeck komplett.

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Heißer G7-Auftakt in Lübeck
Foto: Eine Gruppe von Polizisten bewegt sich in Richtung des Lübecker Rathaus.

Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen hat am Dienstag in Lübeck das erste große Treffen der deutschen G7-Präsidentschaft begonnen. Zunächst verliefen die Demonstrationen der Gipfelgegner friedlich. Am Abend kam es jedoch zu Zusammenstößen mit der Polizei, die mit mehr als 3500 Beamten im Einsatz war.

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