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Lübeck gleicht einer Festung

G7-Treffen der Außenminister Lübeck gleicht einer Festung

Die heiße Phase hat begonnen: In weniger als 36 Stunden startet in Lübeck das Außenministertreffen der sieben führenden Industrienationen G7. Die Stadt gleicht mehr und mehr einer Festung: Seit Sonntagnachmittag treffen Hundertschaften aus ganz Deutschland ein, in der Altstadt sind zunehmend mehr Einsatzkräfte unterwegs.

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Lübeck heißt die 3500 Polizisten willkommen.

Quelle: Olaf Malzahn

Lübeck. Das Zentrum von Lübeck dürfte dieser Tage einer der sichersten Orte Deutschlands sein: 3500 Polizisten aus ganz Deutschland sind zum G7-Außenministertreffen zusammengezogen worden. Untergebracht werden die Hundertschaften zum größten Teil in einem eigens auf dem Volksfestplatz errichteten Containerdorf. Seit Sonntagnachmittag treffen die Einsatzkräfte aus Bremen, Bayern, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ein. Zeitweise stauten sich die Polizeifahrzeuge bis auf die Travemünder Allee.

Neben den Hotels, in denen die Delegationen der teilnehmenden Länder untergebracht sind, konzentrieren sich die Schwerpunkte der Einsatzkräfte auf das Rathaus inmitten der Altstadt. Rund um das Gebäude ist die Polizei in Position gegangen.

Aufbauarbeiten laufen noch

Im Rathaus selbst laufen noch die Aufbauarbeiten. Im Foyer werden Scheinwerfer montiert, um die Minister beim Empfang am Dienstagabend ins rechte Licht zu rücken. Nach Informationen von KN-Online musste der rote Teppich, über den die Besucher des Rathauses gehen, auf Wunsch des Auswärtigen Amtes gegen einen neuen ausgetauscht werden. Überdies sind Flaggen der teilnehmenden Länder aufgestellt worden.

Im Hansemuseum arbeiten noch immer die Handwerker. Das Gebäude, in dem die Außenminister am Mittwoch tagen werden, wird von Polizisten bewacht. Dritter Schwerpunkt ist das Medienzentrum an der Musik- und Kongresshalle. Hier bauen die Fernsehsender ihr Equipment seit Sonntagvormittag auf. Für TV-Reporter ist ein Podest auf dem Parkplatz mit Blick auf die Altstadt errichtet worden. Mehr und mehr Übertragungswagen rollen an.

Auch die Polizei ist mit Streifenwagen und Einsatzkräften in Position gegangen. Um eine bessere Digitalfunkversorgung zu erhalten, sind zusätzliche Antennen aufgestellt worden. Auch die Mobilfunkanbieter haben aufgerüstet, damit die Delegationsteilnehmer und die 1000 Journalisten problemlos arbeiten können.

Am Montag werden Polizeihunde zunächst das Pressezentrum absuchen. Auch Taucher sollen noch einmal in der Trave zum Einsatz kommen. Am Nachmittag sollen die Absperrungen in der Stadt eingerichtet werden. Am frühen Abend ist dann die erste Gegendemonstration angekündigt worden. Bei der Nachttanzdemo wollen Teilnehmer gegen die europäische Flüchtlingspolitik protestieren.   

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