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Minister besucht Buddenbrookhaus

G7-Treffen in Lübeck Minister besucht Buddenbrookhaus

Heute beginnt das Außenministertreffen der sieben wichtigsten Industriestaaten in Lübeck. Auf einen ihrer Kollegen müssen die Minister zunächst verzichten: John Kerry aus den USA wird erst Mittwochnacht in die Hansestadt reisen.

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 Der Japanischen Aussenminister Fumo Kishida trägt sich in Begleitung von Dr. Birte Lipinski (Leiterin Buddenbrookhaus) in das Gästebuch des Buddenbrookhaus während des G7 Aussenministertreffen in Lübeck ein.

Quelle: Olaf Malzahn

Lübeck. Wie Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe KN-Online sagte, sei Kerry nach Washington zurückgerufen worden. Im Kongress ist eine Anhörung zum Atomdeal mit dem Iran geplant. Demnach wird Kerry erst in der Nacht zu Mittwoch in Lübeck eintreffen.

Unterdessen hat das Programm der Delegationen und Minister begonnen. Am Dienstagvormittag besuchte der japanische Außenminister das Buddenbrookhaus in der Altstadt. Fumio Kishida würdigte Thomas Mann als einen in seiner Heimat hoch geschätzten Schriftsteller, der viele Werke japanischer Autoren maßgeblich beeinflusst habe. "Ich selbst möchte gern den Roman Die Buddenbrooks lesen", sagte er, bevor sich Kishida ins Gästebuch des Buddenbrookhauses eintrug. Als Gastgeschenk überreichte ihm Dr. Birte Lipinski eine Musik-CD von Richard Wagner. "Er hat das Werk von Thomas Mann stark beeinflusst", sagte die Leiterin des Buddenbrookhauses.Am Nachmittag richtet sich das Augenmerk auf das Willy-Brandt-Haus. Dort will Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) mit Schülern diskutieren.Bürgermeister Bernd Saxe ist mit dem bisherigen Verlauf der Großereignisses in seiner Stadt mehr als zufrieden. "Ich hoffe, dass auch die kommenden eineinhalb tage ruhig und friedlich über die Bühne gehen", sagte er KN-Online.

Zum Außenministertreffen der G7-Staaten in Lübeck werden am Dienstag mehrere Tausend Demonstranten erwartet. Mittags sollen größere Protestaktionen gegen die Konferenz beginnen. Bereits am Montag hatte es drei Demonstrationen gegeben. Die Veranstalter sprachen von mehr als 500 Teilnehmern, die Polizei von etwa 300.

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Am Dienstagmittag war ein Sondertreffen mit Steinmeier anberaumt worden. "Nach dem Tod von Literaturnobelpreisträger Günter Grass hat Steinmeier um ein Gespräch gebeten, um über seine mögliche Beteiligung und Teilnahme an einer Gedenkveranstaltung zu sprechen", so Saxe. Der Trauerakt soll nach bisherigem Stand am 1. Mai im Theater Lübeck stattfinden.Am Nachmittag startet eine Großdemonstration, zu der 5000 Teilnehmer erwartet werden. bereits am Vormittag hat die Polizei ein massives Aufgebot an Einsatzkräften zusammengezogen. Der Markt ist bereits seit dem späten Montagabend abgeriegelt. Für den geplanten Empfang der Außenminister sind die Gullideckel gesichert worden. 

In der Nacht wurde ein Mann von der Polizei in Gewahrsam genommen. Er hatte in der Fußgängerzone Polizisten beleidigt und war einem Platzverweis nicht nachgekommen. Ebenfalls in der Nacht sorgte kurzfristig ein gefundener Koffer für Aufruhr. Der Kampfmittelräumdienst gab aber schnell Entwarnung. Auch ein Gegenstand, der am Vormittag in der Nähe des Radisson-Hotels, in dem zahlreiche Politiker und ihre Delegationen wohnen, gefunden wurde, stellte sich nicht als Gefahr heraus. Aus Sicherheitsgründen durften die Politiker allerdings kurzfristig nicht das Gebäude verlassen. Auch in einer Anwohnerstraße sorgte ein Koffer kurzfristig für Unruhe bei der Polizei. Auch hier rückten Experten an. Zwei Kundgebungen der Partei Die Linke und der DKP am Morgen fielen aus. Aus Sorge vor Krawallen bleiben viele Geschäfte in Lübeck heute geschlossen. Einige Ladenbesitzer haben die Schaufenster ihre Geschäfte mit Holzplatten gesichert. Einige Firmen haben eigenes Sicherheitspersonal engagiert. 

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