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Bastian Modrow zum G7-Außenminister-Treffen in Lübeck

Kommentar Bastian Modrow zum G7-Außenminister-Treffen in Lübeck

Noch sechs Tage, dann treffen sich die Außenminister der sieben wichtigsten Industrie-Nationen in Schleswig-Holstein, um unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen den eigentlichen G7-Gipfel im Sommer in Bayern vorzubereiten. 3500 Polizisten sollen nach ursprünglichen Planungen in Lübeck für Sicherheit sorgen. Ob diese Zahl von Einsatzkräften ausreichen wird, ist fraglich.

Noch sechs Tage, dann treffen sich die Außenminister der sieben wichtigsten Industrie-Nationen in Schleswig-Holstein, um unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen den eigentlichen G7-Gipfel im Sommer in Bayern vorzubereiten. 3500 Polizisten sollen nach ursprünglichen Planungen in Lübeck für Sicherheit sorgen. Ob diese Zahl von Einsatzkräften ausreichen wird, ist fraglich.

Nachdem Randalierer in Frankfurt vor wenigen Wochen bei der Eröffnung der Europäischen Zentralbank die Polizei kalt erwischt und geradezu überrannt hatten, werden sich die Verantwortlichen eine erneute Blamage auf internationaler Bühne ersparen wollen. So werden sie möglicherweise vorsorglich auf Nummer sicher gehen und kurzfristig weitere Kräfte anfordern. Auf der anderen Seite könnten die Ausschreitungen von Frankfurt noch so manchen radikalen Krawalltouristen motivieren, nach Lübeck zu reisen. Anders als im abgelegenen bayerischen Schloss Elmau bietet die verwinkelte Lübecker Altstadt ausreichend Möglichkeiten für Störaktionen. Bleibt zu hoffen, dass Straßenschlachten wie 2007 beim G8-Gipfel in Heiligendamm diesmal verhindert werden können.

Fest steht bislang: Ungeachtet eventueller Schäden wird der Einsatz Millionen Euro kosten. Nicht nur Globalisierungsgegner stellen da die Kosten-Nutzen-Frage. Die politische Relevanz der Tagesordnung des G7-Treffens ist nicht so groß, als dass die Außenminister die Eckpunkte nicht auch per Telefonkonferenz hätten absprechen können.

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Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH

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Polit-Prominenz in Lübeck
Foto: Das neugebaute Europäische Hansemuseum wird während des Treffen der G7-Außenminister zur Sicherheitszone erklärt.

Schleswig-Holstein wird in wenigen Tagen zum Schauplatz internationaler Politik: Am 14. und 15. April treffen sich die Außenminister der sieben führenden Wirtschaftsnationen in Lübeck. Ersten Ärger gibt es schon jetzt: Die Frage, wer für mögliche Schäden durch Randalierer aufkommen wird, sorgt für Wirbel.

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