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Polizei sperrt erste Straßen ab

Vor dem G7-Treffen Polizei sperrt erste Straßen ab

Die heiße Phase hat begonnen: Die Polizei hat sich in Lübeck in Position gebracht und vorzeitig erste Sperrzonen eingerichtet. Grund sind Funde von Pflastersteinen in einem Müllcontainer.

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Die Polizei hat in Lübeck erste Sperrzonen eingerichtet.

Quelle: Bastian Modrow

Lübeck. Ursprünglich sollte erst ab Montagnachmittag, 15 Uhr, der Bereich rund um die Musik- und Kongresshalle sowie zwei angrenzende Hotels abgesperrt werden. "Wir haben uns am frühen Morgen entschlossen, hier bereits vorzeitig abzusperren, nachdem wir unbekannte Personen beobachtet hatten, die sich an einem Stromkasten zu schaffen gemacht hatten", sagt Bernd Ulbrich vom Landespolizeiamt in Kiel.

Überdies wurden am Holstentorplatz in einem Mülleimer zahlreiche Pflastersteine gefunden. "Wir müssen davon ausgehen, dass diese gezielt dort als Wurfgeschosse platziert worden sind", so der Behördensprecher. Das betroffene Areal liegt genau an einer Demonstrationsstrecke.

Die Willy-Brandt-Allee ist seit Montagmorgen komplett gesperrt. Nur Einsatzfahrzeuge und Shuttle-Fahrzeuge der Delegierten, die in den angrenzenden Hotels untergebracht sind, dürfen die Absperrungen passieren. 

Ins Lübekcer Rathaus kommen nur noch ausgewählte Mitarbeiter. Foto: Modrow

Ins Lübekcer Rathaus kommen nur noch ausgewählte Mitarbeiter. Foto: Modrow

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Am Nachmittag wird dann der Marktplatz für Passanten abgeriegelt werden. Hier sollen am Dienstagabend die Fahrzeuge der Minister parken. Das Rathaus selbst ist nur noch für ausgewählte Mitarbeiter der Verwaltung zugänglich.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) übt unterdessen Kritik an der "vorschnellen Kostenschätzung" der Landespolizei. Am Freitag hatte die Behörde die mutmaßlichen Einsatzkosten mit 4,6 Millionen Euro angegeben. "Das halten wir für unrealistisch, zumal die Personalkosten in dieser Summe noch nicht eingerechnet sein können", sagt Oliver Malchow, Bundesvorsitzender der GdP. Seien Gewerkschaft geht von etwa neun bis zehn Millionen Euro aus.

Die Kosten für den Polizeieinsatz, an dem 1900 Einsatzkräfte anderer Bundesländer beteiligt sind, trage im übrigen das Land Schleswig-Holstein. "Die innere Sicherheit ist Ländersache, wird dafür Unterstützung andrer Bundesländer notwendig, stellen diese die Kosten dem Hilfe ersuchenden Land in Rechnung", sagt Malchow.  

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