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Minister reisen mit 600 Delegierten an

Vor dem G7-Treffen Minister reisen mit 600 Delegierten an

Die letzten Vorbereitungen laufen: Ab Dienstag findet in Lübeck das Außenministertreffen der G7 statt. Eine erste Kundgebung ist aber bereits am Montagabend geplant. Am Sonntag werden die ersten der 3500 Polizisten aus ganz Deutschland in der Hansestadt erwartet.

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Halteverbotsschilder im zukünftigen Sicherheitsbereich um das Tagungszentrum der G7-Außenministerkonferenz in Lübeck.

Quelle: Markus Scholz/dpa

Lübeck. Jetzt wird es ernst: Die ersten Delegationen sind in der Stadt, haben Hotels in der Innenstadt bezogen. Ab Dienstag wollen die Außenminister der sieben führenden Wirtschaftsnationen im Europäischen Hansemuseum über Themen wie die Ukraine-Krise, den Umgang mit Russland, Konsequenzen aus der Ebola-Krise oder über den Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat diskutieren. 600 Delegierte reisen zu dem zweitägigen Arbeitstreffen an.

Diese Minister reisen nach Lübeck

Laurent Fabius hat bereits ausreichend Erfahrungen mit derartigen Treffen.

Laurent Fabius hat bereits ausreichend Erfahrungen mit derartigen Treffen.

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Frankreichs Außenminister  Laurent Fabius hat bereits ausreichend Erfahrungen mit G7-Treffen. Der 68-Jährige ist bereits seit Mai 2012 und damit am längsten von seinen Kollegen im Amt. Sein amerikanischer Kollege John Kerry ist seit Februar 2013 dabei. Der 71-Jährige war 2004 Präsidentschaftskandidat der Demokraten. Erst seit Februar ist Kanadas Außenminister Rob Nicholson dabei. Der 62-Jährige trat die Nachfolge des zurückgetretenen John Russell Baird an. 

Für Japan reist Fumio Nishida an: Er ist seit Ende 2012 im Amt. Italien wird beim G7-Außenministertreffen von dem Demokraten Paolo Gentiloni vertreten. Der 60-Jährige ist erst seit Jahresbeginn im Amt. Der Brite Philip Hammond zählt zwar bereits seit 2010 zum Kabinett von Premierminister David Cameron, ist allerdings erst seit Mitte vergangenen Jahres Außenminister. Sie folgen der Einladung von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). Deutschland hat zurzeit die Präsidentschaft der G7 inne und darf daher die Orte der Treffen vorschlagen.

Philip Hammond kommt nach Lübeck.

Philip Hammond kommt nach Lübeck.

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Neben den G7-Außenministern nimmt auch Frederica Mongherini an dem Treffen in Lübeck teil. Die 41-Jährige Italienerin ist seit November 2014 Außenbeauftragte der EU.

Das Arbeitstreffen der Minister beginnt am Dienstagabend mit einem gemeinsamen Abendessen im historischen Rathaus in Lübeck. Dabei stehen bereits die ersten politischen Gespräche an. Konkreter soll es dann am Mittwoch werden. In mehreren Sessions sollen im neuen Hansemuseum, in dem auch am Sonntag noch Handwerker letzte Arbeiten verrichteten, dann inhaltliche Eckpfeiler für den eigentlichen G7-Gipfel vereinbart werden, der im Juni auf Schloss Elmau in Bayern stattfinden wird.

Nachttanzdemo macht den Anfang

Insgesamt zehn Demonstrationen sollen während des G7-Treffens in Lübeck stattfinden. Den Auftakt macht eine sogenannte Nachttanzdemo am Montagabend. Insgesamt werden 5000 Globalisierungsgegner in der Hansestadt erwartet. Die Landespolizei zieht 3500 Beamte aus ganz Deutschland zusammen.  

Am Sonntag werden die Beeinträchtigungen in der Stadt noch nicht spürbar werden. Dies ändert sich am Montag. Dann sollen Teile der Altstadt am Rathaus und rund um das Hansemuseum gesperrt werden. Damit die Polizei ihre Einsatzfahrzeuge abstellen kann, gilt in zahlreichen Anwohnerstraßen absolutes Halteverbot. Linienbusse werden weiträumig umgeleitet. 

  

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Ein Artikel von
Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH

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Foto: Lübeck heißt die 3500 Polizisten willkommen.

Die heiße Phase hat begonnen: In weniger als 36 Stunden startet in Lübeck das Außenministertreffen der sieben führenden Industrienationen G7. Die Stadt gleicht mehr und mehr einer Festung: Seit Sonntagnachmittag treffen Hundertschaften aus ganz Deutschland ein, in der Altstadt sind zunehmend mehr Einsatzkräfte unterwegs.

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