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G7 Gipfel Lübeck - Außenministertreffen Zweiter Tag im Zeichen der Politik
G7 Gipfel Lübeck - Außenministertreffen Zweiter Tag im Zeichen der Politik
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10:22 15.04.2015
Von Bastian Modrow
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier trägt sich im Willy-Brandt-Haus in Lübeck ins Gästebuch ein. Quelle: Olaf Malzahn

In der Nacht blieb es aus Polizeisicht ruhig in der Stadt. Insgesamt wurden am Dienstagabend 16 Personen festgenommen, elf vorübergehend in Gewahrsam genommen. Ein Teilnehmer der Demonstration wurde leicht verletzt.

Nach einer friedlichen Demonstration gegen das G7-Außenministertreffen in Lübeck hat es am Dienstagabend erste Zusammenstöße zwischen Polizei und Gegnern gegeben. Einige Randalierer sind festgenommen worden. Am Mittwoch sind keine größeren Proteste angekündigt.

Bereits in den frühen Morgenstunden sperrte die Polizei den Bereich rund um das Europäische Hansemuseum weiträumig ab. Taucher der Polizei inspizierten die Trave. Schiffe der Wasserschutzpolizei sperrten die Trave ab, der Schiffsverkehr auf dem Elbe-Lübeck-Kanal wurde unterbrochen. Der Grund: Die sieben Außenminister planten, vom Radisson-Hotel die etwa einen Kilometer lange Strecke per Schiff zum Tagungsort zu fahren. Auf den Dächern der media-Docks und der Musik- und Kongresshalle gingen Scharfschützen der Polizei in Stellung. Polizisten sperrten die Uferseiten für Schaulustige ab.

Störaktionen gab es am frühen Vormittag nicht. Den Versuch einer Gruppe Teenager, mit einer Sitzblockade die Zufahrt zum Hansemuseum zu verhindern, verhinderte die Polizei.

In der Nacht ist auch US-Außenminister John Kerry in Deutschland eingetroffen. Er sagte am Morgen in Lübeck: "It's a tremendous pleasure to be here. We have a lot to talk about today." Anders als die übrigen Delegationen setzen die Amerikaner übrigens auf den eigenen Fuhrpark von Limousinen.

Zum Außenministertreffen der G7-Staaten in Lübeck werden am Dienstag mehrere Tausend Demonstranten erwartet. Mittags sollen größere Protestaktionen gegen die Konferenz beginnen. Bereits am Montag hatte es drei Demonstrationen gegeben. Die Veranstalter sprachen von mehr als 500 Teilnehmern, die Polizei von etwa 300.
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