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Hauptbahnhof Kiel Helfer gleich neben Gleis sechs
Hauptbahnhof Kiel Hauptbahnhof Kiel Helfer gleich neben Gleis sechs
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12:33 28.06.2016
Von Jennifer Ruske
Sie sorgen dafür, dass die Menschlichkeit zum Zug kommt (von links): Andreas Hainke, Kalle Bäsell und die stellvertretende Leiterin Sabine Paul von der ökumenischen Bahnhofsmission im Hauptbahnhof Kiel. Quelle: Ruske

Träger der ökumenischen Einrichtung sind der Ortscaritasverband Kiel und das Diakonische Werk Altholstein. Gegründet wurde die Bahnhofsmission 1897 durch Dorothea Brede (1876-1958). Im Zeitalter der Industrialisierung zogen viele junge Frauen in die Städte, um als Dienstmädchen eine Anstellung zu finden. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen hatten es sich zur Aufgabe gemacht, die Frauen vor zweifelhaften Zimmervermietern oder gar Zuhältern zu schützen. Aber auch Reisende wurden unterstützt.

In Kiel wird die Arbeit heute durch 18 ehrenamtliche Mitarbeiter aller Altersstufen geleistet, die dafür sorgen, „dass die Menschlichkeit zum Zug kommt“, wie die stellvertretende Leiterin Sabine Paul erklärt. „Wir leisten Ein-, Aus- und Umsteigehilfe für Bahnreisende, bieten Ruhe- und Aufenthaltsräume, helfen in Notlagen und haben für große und kleine Anliegen ein offenes Ohr.“ Rund 250 Menschen nehmen pro Monat die Unterstützung der Bahnhofsmission in Anspruch.

„Oft sind wir die erste Anlaufstelle für Hilfesuchende aller Art“, sagt Sabine Paul. Vom Azubi, der vor seinem Vorstellungsgespräch einen abgerissenen Knopf annähen muss, über Mütter, die in Ruhe Babys stillen wollen, bis hin zu Kindern, die nach der Ferienfahrt hier auf ihre Eltern warten, reicht die Palette der Anfragen. Aber auch Demenzkranken, die sich verirrt haben, Wohnungslosen und anderen wird geholfen. An fünf Tagen die Woche sind die Mitarbeiter in ihren Räumen und bei ihren Runden über den Hauptbahnhof da.

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