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Er rangiert am liebsten mit alter Technik

Lokrangierführer Er rangiert am liebsten mit alter Technik

„Lukas, der Lokomotivführer“: Das war Sebastian Timms Lieblingsbuch in der Kindheit. Und wie Lukas wollte Timm seither Lokomotivführer werden.

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Als Lokrangierführer ist Sebastian Timm seit 2004 auf dem Betriebshof der Bahn in Kiel beschäftigt.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Diesen Kindheitstraum hat sich der 29-jährige Kieler inzwischen erfüllt. Als Lokrangierführer ist er seit 2004 auf dem Betriebshof der Bahn in Kiel beschäftigt und stellt im Hintergrund die Züge zusammen, in denen dann die Lokführer ab Hauptbahnhof die Passagiere quer durch Schleswig-Holstein tranportieren. „Meine Lieblingsloks sind die alten Exemplare“, sagt Timm, der ein „Verfechter alter Maschinen“ ist. „Beim Fahren muss ich was hören, der Motor muss laufen.“ Seine Lieblingslok ist die 218 von 1970. Aber auch die kleine Rangierlok von 1959, die er heute vom Hauptbahnhof aus die kurze Strecke zum Betriebshof fährt, ist eine seiner Favoriten. „Große Menschen haben hier zwar nur drei Quadratmeter Platz und kaum Kopffreiheit“, grinst der 1,97 Meter große Schlacks. „Aber die Technik ist einfach toll“, erklärt er mit leuchtenden Augen. Beispielsweise die Zusatzbremse, die aussieht wie der Hebel einer Espressomaschine. „Man braucht viel Feingefühl und Erfahrung, um mit dem Hebel genausoviel Druckluft rauszulassen, dass man gut um die nächste Kurve kommt, aber trotzdem nicht zu langsam wird“, sagt Timm und strahlt. So hat er sich das Fahren auf „Emma“, der Lokomotive von Lukas, immer vorgestellt. Jetzt darf er selber ran. JR

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