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Der besondere Einsatz einer Rentnerin

KN-Aktion "Leben retten!" Der besondere Einsatz einer Rentnerin

An der Aktion "KN hilft Leben retten!" beteiligen sich viele Menschen - indem sie in Kursen nach neuesten Erkenntnissen Wiederbelebung lernen, aber auch indem sie Geld für diese Kurse spenden. Helma Krumlinde aus Schönberg engagiert sich dabei in besonderer Weise.

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Helma Krumlinde aus Schönberg (78) übernimmt die kompletten Kosten für einen "KN hilft Leben retten!"-Kursus, in dem auch Flüchtlinge Wiederbelebung lernen.

Quelle: Frank Peter

Schönberg. Wer die Schönbergerin besucht, landet in einer blühenden Oase. Die Freude an der Gestaltung, der Respekt vor der Umwelt – das ist sofort spürbar. Helma Krumlinde ist schon immer engagiert gewesen. Doch jetzt hat sie etwas Einmaliges gemacht: Als erste Privatperson hat sie einen Leben-Retten-Kursus finanziert. Und dafür gesorgt, dass es ein besonderer wird.

Als Ende 2015 auch nach Schönberg Flüchtlinge kamen, als eine neue Flüchtlingsunterkunft entstand und irgendwann die Bürger zu einem Treffen eingeladen wurden, da war auch Helma Krumlinde dabei. Sie lernte eine fünfköpfige afghanische Familie kennen: der Vater mit schweren Herzproblemen, die Familie ohne Sprachkenntnisse. „Es war offensichtlich, wie schwierig es für sie war, sich hier zurechtzufinden. Ich dachte, ich probiere mal, ob ich helfen kann.“ Das ist nun weit über ein Jahr her. Etliche Stolpersteine sind aus dem Weg geräumt, doch es kommen immer neue hinzu.

Die Herzprobleme des afghanischen Familienvaters brachten Helma Krumlinde dann auch auf die Idee: „Dass Bürger in Kursen gezeigt wird, wie sie Menschen nach einem Herzstillstand wiederbeleben, fand ich von Anfang an sehr sinnvoll. Die meisten von uns wissen ja im entscheidenden Moment nicht, was sie tun müssen. Aber ich dachte, dass sollten auch Flüchtlinge lernen“, sagt die Schönbergerin.

Doch das nur vorzuschlagen, reichte ihr nicht. Sie machte Nägel mit Köpfen und bot an, die kompletten Kosten für einen Kursus zu übernehmen. Unter einer Voraussetzung: Es dürfen auch Flüchtlinge teilnehmen, die die deutsche Sprache noch nicht gut verstehen. Für sie wird ein afghanischer Dolmetscher bereitstehen. Ein Raum für den Kursus war schnell gefunden: Das Amt Probstei stellt dafür das Haus der Integration in Schönberger Strand zur Verfügung. „Der Kurs passt gut zu unserem Konzept. In dem Haus sollen sich Menschen begegnen, etwas gemeinsam machen“, sagt Jenny Haim vom Amt Probstei. Bleibt die Frage, warum Helma Krumlinde, die keineswegs ein Krösus ist, 1700 Euro für den Kursus spendet? Ihre Antwort: „Meine Mutter hat immer gesagt: Du sollst mit warmer Hand geben.“

Am 20. April, 9 Uhr, kann man sich telefonisch für diese Kurse anmelden: am Mittwoch, 10. Mai, in Lütjenburg (18 Uhr bei Merz Dental, Kieferweg 1) und am Donnerstag, 11. Mai, in Schönberger Strand (um 18 Uhr im Haus der Integration, mit afghanischem Übersetzer, im Korshagener Redder 3). Anmeldung unter Telefon 0431-903669.

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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