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Kiel isst Ein Hauch von Husum in Kiel
Kiel isst Ein Hauch von Husum in Kiel
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15:47 06.03.2017
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Der 25-jährige Moritz Voß kommt beruflich viel herum und geht sehr oft essen. Für ihn hat das Kieler „Eats“ alles, was ein gutes Restaurant braucht. Quelle: Uwe Paesler

Berlin, Hamburg oder Leipzig – das sind Großstädte mit angesagten Lokalen, in denen ich oft beruflich unterwegs bin. In Kiel gehe ich bevorzugt in das im September 2016 eröffnete „Eats“, weil ich dort einfach alles stimmig finde: die kreative deutsche Küche, bodenständig und raffiniert zugleich. Dazu die freundliche Bedienung und das bis ins Detail abgestimmte Ambiente.

 Ich stehe auch selbst oft am Herd. Ich koche gerne mit frischen Zutaten vom Markt, mit saisonalen Produkten möglichst aus der Region. Meinen Fisch wie Zander, Barsch oder Dorsch angele ich mir oft selbst. Ob zu Hause oder im Restaurant – die Qualität des Essens ist mir wichtig. Deshalb fühle ich mich im „Eats“ gut aufgehoben, das zwar mit seiner deutschen Küche punktet, aber auch internationale Gerichte anbietet: Jetzt im Winter bestelle ich mir gern die „Sonne Asiens“, eine Thai-Suppe mit Kokos. Die wärmt spürbar und sorgt dafür, dass schon einmal der erste Hunger ein wenig gestillt wird.

 Und dann? Die Entscheidung fällt mir meistens schwer, weil mir hier einfach alles schmeckt. Eines meiner Lieblingsgerichte ist ein „Hauch Husum“. Unter diesem Namen, der ebenfalls den kreativen Geist in diesem Lokal unterstreicht, taucht ein Teller mit saftigem Roastbeef, knusprigen Bratkartoffeln und Remouladensoße auf. Das Fleisch bezieht Inhaber Martin Schulz von einem Schlachter aus Husum. Der Remoulade schmeckt man an, dass sie nicht aus der Tube stammt, sondern dass sich der Koch bei ihre Kreation ganz viel Mühe gegeben hat. Das trifft übrigens auf alle Saucen zu.

 Manchmal muss es aber auch ein richtig guter Burger sein. So wie der Eats-Burger mit kräftigem, saftigem Rinderhack, kross gebratenen Zwiebeln, Bacon, Cheddar, Salat und einer leicht süßlich-scharfen – natürlich selbstgemachten – Barbecuesoße. Dazu gibt es Süßkartoffelsticks, die mit einer Meerrettich-Mayonnaise liebevoll angerichtet und serviert werden. Richtig gut ist aber auch „Von der Lippe“: Frisches Dorschfilet mit Senfsauce und einem Kartoffel-Gurken-Ragout. Lippe, das ist der kleine Fischerort in der Nähe von Hohwacht, wo Martin Schulz seinen Fisch kauft. Von hier landen fangfrisch Scholle oder Dorsch in der Küche an.

 Serviert wird von aufmerksamen Kellnerinnen oder Kellnern, denen man anmerkt, dass sie als Gastgeber gern Menschen verwöhnen. Dass sie sich freuen, wenn der Gast das immer sehr dekorativ angerichtete Essen genießt. Und ihm auch gern den einen oder anderem Extrawunsch erfüllen.

 Das Ambiente des „Eats“ empfinde ich als klar, schlicht und zeitgemäß. Die Farben sind eine Mischung aus frischem Türkis, lichtem Weiß und warmen Brauntönen. Dicke, weiße Kerzen tauchen den Raum abends in ein angenehmes Licht und auch die Sprossenfenster und der Holzfußboden sorgen dafür, dass ich mich hier wohlfühle. Noch ein dicker Pluspunkt: Die Akustik des Raumes und Musik in einer Lautstärke, die es mir ermöglichen, dass ich mich hier gut mit meinem Gegenüber unterhalten kann. Hier ist nichts dem Zufalle überlassen worden.

 Worauf ich mich aktuell freue? Natürlich auf die ersten warmen Frühlingstage, wenn die Terrasse wieder geöffnet wird und ich draußen ein kühles Bier zischen kann. Dazu gönne ich mir dann einen „Norweger im Burger-Brot“ oder einen „Küstenburger“.

 

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Verlosung: Am Ende der Serie verlosen wir unter allen Teilnehmern (auch von denen, deren Texte nicht veröffentlicht werden) drei Essens-Gutscheine im Wert von 50 Euro für Ihr Lieblingslokal. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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