2 ° / -1 ° Schneeregen

Navigation:
Wo der Orient auf den Okzident trifft

Mega Saray Wo der Orient auf den Okzident trifft

Man muss nicht Christian Rach, Heinz Hormann oder Jürgen Dollase heißen, um zu wissen, ob das, was man serviert bekommt, schmeckt. In unserer Serie „Kiel isst“ stellen Ihnen Solvej und Uwe Massaro  das „Mega Saray“ am Westring in Kiel vor.

Westring 200, Kiel 54.321347 10.111638
Google Map of 54.321347,10.111638
Westring 200, Kiel Mehr Infos
Nächster Artikel
Feine Küche an historischer Stätte

Der 39-jährige Kadir Alkan hat das „Mega Saray“ komplett entkernt und völlig neu gestaltet.

Quelle: Uwe Paesler

Essen ist Genuss. Zu einem Lieblingsrestaurant gehört an erster Stelle ein leckeres Essensangebot sowie ein absoluter Wohlfühlcharakter. Genau dieses Gesamtpaket finden wir im Mega Saray am Westring 200 in Kiel. An diesem Standort haben wir zwar schon so einige Gastronomen kommen und gehen sehen, aber mit den jetzigen routinierten Gastgebern Mehmet und Kadir Alkan samt Team scheint endlich der bisherige Dornröschenschlaf beendet zu sein. Hier ist frischer Wind eingezogen. Denn bevor die Brüder das Lokal im Mai 2014 eröffnet haben, wurde es entkernt und renoviert. In den neugestalteten Räumlichkeiten, die keinesfalls überladen wirken, fühlen wir uns schon wie bei Freunden.

 Etwa einmal die Woche kommen wir ins Mega Saray, um die orientalische Geschmacksrichtung zu genießen. Das war auch schon so, als das Restaurant noch in Gaarden war. Aber aus Platzgründen ist das Restaurant an den Westring gezogen. Für uns praktisch, da wir nun zu Fuß gehen können und auch mal eine Flasche türkischen Wein zum Essen trinken können.

Das andere Geschmackserlebnis

 Vorweg gibt es immer einen leckeren Dip mit Fladenbrot. Wir beginnen mit einem Soguk Mezzeler, einer gemischten kalten Vorspeisenplatte. Das gehört in der orientalischen Küche einfach dazu und ist für „Anfänger“ eine ideale Art, sich dieser Küche zu nähern. Man kann auch zwischen zahlreichen warmen Vorspeisen wie Karnyarik, eine halbe gebratene Aubergine gefüllt mit Hackfleisch, Tomaten und Thymian-Sauce, oder Falafeln und vielem mehr wählen.

 Die Speisekarte ist gefüllt mit orientalischen und türkischen Gerichten – darunter viel geschmortes Gemüse und Lamm. Aber man findet auch zahlreiche Gerichte mit Hühner-, Rind- und Kalbsfleisch. Wir bevorzugen die vielseitigen Hack- und Lammgerichte, aber das ist alles eine reine Geschmackssache. Am liebsten essen wir Iskender Kebab, Rindfleisch vom Dönerspieß geschnitten auf gewürfeltem Fladenbrot mit einem durch Knoblauch angereicherten Cremejoghurt und Tomatensauce überzogen. Auch Mevlana Köftesi, Frikadellen aus fein gewürztem Hackfleisch gefüllt mit Schafskäse, sind zu empfehlen. Auf jeden Fall bekommt man hier mal ein anderes Geschmackserlebnis, auch wenn die Gerichte von der Schärfe her dem deutschen Gaumen angepasst sind. Übrigens kann man viele Gerichte auch ohne Knoblauch bekommen.

Brunch am Sonntag: Orient trifft Okzident

 Ein besonderer Tipp noch: Wie wäre es mit einem orientalischen Sonntags-Brunch? Von 9 bis 14 Uhr kann man aus einer Vielzahl warmer und kalter türkischer Speisen sowie typisch deutschem Frühstücksbüfett wählen. Ganz nach dem Motto „Orient trifft Okzident“. Dazu gibt es Kaffee, Tee, O-Saft und Prosecco für 15,90 Euro. Das haben wir zwar selbst auch noch nicht ausprobiert, aber man muss ja auch noch „Luft nach oben haben“.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
ANZEIGE
Mehr aus Kiel isst 2/3