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Auf zu neuen (Ost)ufern in Kiel!

Pennekamp Auf zu neuen (Ost)ufern in Kiel!

Die bekennende Westufer-Kielerin Sybille Carstensen war eine große Freundin des "Pennekamp" an der Kiellinie. Als das Aus des Cafés bekannt wurde, war sie so lange traurig, bis das "Pennekamp" am Ostufer neu aufmachte. Hier beschreibt sie, warum sie es so empfiehlt.

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Als das „Pennekamp“ an der Kiellinie im vergangenen Sommer schloss, waren viele Gäste überaus betrübt. Seit Dezember ist das Restaurant wieder da – auf dem Ostufer in Neumühlen-Dietrichsdorf. „Pennekamp“-Chef Benjamin Ramm legtnach wie vor viel Wert auf einen guten Kaffee.

Quelle: Petra Krause

Kiel. Als bekennende Westufer-Kielerin aus dem Stadtteil Ravensberg kannte ich natürlich das alte „Pennekamp“ an der Kiellinie und war sehr traurig, als es im vergangenen Sommer die Pforten schloss. ( Am alten Standort soll jetzt "Gosch" die Pforten öffnen, d. Red. Die Eröffnung verzögert sich aber noch.) Die Erst im Mai hatte ich dort noch meinen 60. Geburtstag groß mit einem individuell angerichteten Büfett gefeiert, das ich mit der kompetenten Beratung von Betriebsleiter Benjamin Ramm zusammengestellt hatte. Alle 40 Gäste waren vollauf begeistert, und wir überlegten schon, bei welchem Anlass man sich mal wieder dort treffen könnte. Dann kam traurigerweise das Aus. Umso mehr habe ich mich gefreut zu hören, dass das neue „Pennekamp“, in dem Benjamin Ramm nun selbst Pächter ist, am 1. Dezember 2016 seine Türen geöffnet hat. Diesmal auf dem Ostufer, direkt am Campus der Fachhochschule. Schließlich ist der gelernte Restaurantfachmann hier aufgewachsen und wohnt schon seit 2011 wieder im Stadtteil, kennt somit seine Zielgruppe. Im Gegensatz zu dem, was viele vermuten, ist das „Pennekamp“ keine Studentenkneipe. Das Publikum ist total gemischt, und ich fühle mich hier nie fehl am Platze. Zudem liebe ich alles, was vier Beine und Fell hat und es freut mich, dass Hunde hier willkommen sind.

Ideales Ausflugsziel

Aber es gibt noch mehr Gründe, weshalb ich das „Pennekamp“ für mich ideal finde. Sein Standort eignet sich vortrefflich für einen Ausflug. Denn vom Westufer aus ist es mit der Schwentinefähre leicht zu erreichen. Außerdem habe ich Freunde auf dem Ostufer, mit denen ich mich dort gerne treffe. So war ich seit der Wiedereröffnung inzwischen etwa siebenmal da.

Auch bei schlechtem Wetter scheint für mich hier die Sonne, denn das Café ist wieder in einem warmen Gelbton gehalten, die Loungeecke lockt mit gemütlichen Sesseln, und die lieb gewonnenen Tische und Stühle aus dem alten Pennekamp sind auch mit umgezogen. Das Konzept ist geblieben: die leckeren Holzofenbrote vom ökozertifizierten Bäcker aus Gaarden kombiniert mit frischen Zutaten wie Ziegenkäse, Oliventapenade, Serrano-Schinken, die einfallsreiche Snack- und Bistroküche und der besonders liebevolle Service. Meine Favoriten sind die ausgefallenen Suppenvariationen, sei es Kartoffel-Apfel, Linse-Orange oder Möhre-Kerbel, und eine Quiche mit Lachs und Spinat oder auch mit Hackfleisch und Porree rutscht immer.

Anstelle von Weihnachtsstress habe ich mir mit Freunden am Heiligabend einen Brunch im „Pennekamp“ gegönnt. Anders als in vielen anderen Lokalen, durften wir es uns von 10 bis 15 Uhr bei Kaffee, Saft, knusprigen Brötchen, Croissants, Aufschnitt, Käse, Salat, Marmelade, Honig und Müsli gemütlich machen. Man wird nicht verscheucht, sondern kann in Ruhe plappern und sich gemütlich satt essen. Das für jeden Einzelnen frisch zubereitete Rührei wurde auf Abruf sogar laktosefrei serviert. Für alle Sonderwünsche hatte das gut gelaunte Team ein offenes Ohr.

Johannisbeer-Baiser-Torte als Krönung

Der krönende Abschluss war für mich kürzlich die Johannisbeer-Baiser-Torte, noch ofenwarm serviert – eine Versuchung, der ich nicht widerstehen konnte und vermutlich niemals können werde. Frischer kann ein Stück Kuchen nicht sein. Und sicherlich gibt es noch andere Hüftgoldproduzenten zu entdecken, wie den hausgemachten Apfelkuchen nach einem alten Familienrezept. Dazu ein starker Kaffee, um die Lebensgeister wieder zu wecken. Übrigens, wenn es mal nur ein Käffchen sein soll, dann ist der Kaffee Mokka Orange eine gute Wahl.

Sollten wir einen schönen Sommer bekommen, dann machen wir es uns auf der Südterrasse bequem – abends vielleicht mal mit einer Rhabarber-Schorle, einem guten Glas Wein oder einem Bierchen vom Fass. Dazu kann man dann auch mal nur ein kleines lecker belegtes Holzofenbrot naschen. Auf alle Fälle steht für mich fest: Das „Pennekamp“ ist zu jeder Tageszeit eine wirklich gute Idee.

Von Sybille Carstensen

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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