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Wie ein kleiner Urlaub in Frankreich

Blé Noir Wie ein kleiner Urlaub in Frankreich

Es gibt ja manchmal Tage und Zeiten, wo Körper, Geist und Seele sich nach einer kleinen Auszeit sehnen. Einfach nur mal verschwinden. Beispielsweise nach Frankreich, eins meiner Lieblingsländer. Glücklicherweise gibt es das Blé Noir am Blücherplatz: Restaurant, Bistro, Crêperie und kleiner Einkaufsladen zugleich.

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Mit dem Flair einer italienischen Piazza

Annette Köhler serviert einen Cochonnet aus Frankreich: Das Blé Noir am Blücherplatz ist Restaurant, Bistro, Crêperie und kleiner Einkaufsladen zugleich.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Es ist wohl l’amour, die Liebe, die mich immer wieder ins Blé Noir gehen lässt. Die Liebe zum Essen, das man hier auf Holztischen mit karierten Tischdecken genießen kann. Eine „ehrliche“ Küche mit Zutaten, die unter anderem vom Markt kommen, der hier zweimal wöchentlich – am Montag und am Donnerstag – direkt vor der Tür stattfindet. Die Herzenswärme des Personals zu ihren Gästen, die sich bemühen, jeden Extra-Wunsch zu erfüllen.

Wer auch „Genuss für den Geist“ braucht, kann sich die „Le Monde“ oder eine deutschsprachige Zeitung aus dem Halter ziehen. Und dabei Chansons von Moustaki oder Brassens in angenehmer Lautstärke lauschen.

Handgeschriebenes auf der Schiefertafel

Ach, es tut einfach immer gut, dort mal für eine kleine Weile einen kleinen Urlaub vom Alltag zu machen. Egal, ob morgens beim Frühstück mit liebevoll geschnitzten Obststückchen, französischen Weich- und Hartkäsesorten, dünn geschnittener Salami, saftigem Kochschinken, salziger Butter und knusprigem Baguette. Beim täglich wechselnden Mittagstisch, bei dem mal „Hühnchen mit Oliven“ oder eine „Tomatenpastete mit kleinem Salat“ handgeschrieben auf der Schiefertafel steht. Nachmittags bei einer zart auf der Zunge schmelzenden Zitronentarte. Zum Feierabend, der vielleicht mit einem Glas Pastis samt Wasser und Eis beginnt und dem Sinnieren über das, was tagsüber so alles bei mir los war, und dann bei einem großen Teller mit kleinen ausgesuchten Leckereien weitergeht. Oder auch am Donnerstag mit einer „Terrine von der Jakobsmuschel“ in Sancerre-Wein gekocht, als kräftigender Auftakt, bevor ich dann nur ein paar Minuten weiter zu meinem deutsch-französischen Chor „Prêt-à-chanter“ in die Hardenbergstraße zum Singen gehe. Merci für so viel französisches Lebensglück. Und das gleich bei mir um die Ecke.

Von Ute Regina Voß

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Teilnahme: Ab sofort können Sie uns Ihr Kieler Lieblingslokal vorstellen. Der Text sollte mindestens 2000 Zeichen umfassen und ausdrücken, was Ihnen an dem Restaurant am besten gefällt. Schicken Sie uns Ihre Bewertung unter dem Stichwort „Kiel isst“ entweder per Mail (lokalredaktion@kieler-nachrichten.de) oder auf dem Postweg an: Kieler Nachrichten, Lokalredaktion, Stichwort „Kiel isst“, Fleethörn 1-7, 24103 Kiel. Bitte vergessen Sie nicht, Ihre Telefonnummer anzugeben. Wir wählen dann unter allen Einsendungen die Texte aus, die veröffentlicht werden und melden uns bei Ihnen – auch, um ein Foto von Ihnen in Ihrem Lieblingslokal zu machen. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung.

Verlosung: Am Ende der Serie verlosen wir unter allen Teilnehmern (auch von denen, deren Texte nicht veröffentlicht werden) drei Essens-Gutscheine im Wert von 50 Euro für Ihr Lieblingslokal. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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