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Andree Lohse und "sein" Paternoster

Herr über 110 Aufzüge Andree Lohse und "sein" Paternoster

Für so gut wie alles gibt es Fachleute. Mancher Experte wohnt Tür an Tür mit uns, ohne dass wir es wissen. In unserer neuen Serie wollen wir sie vorstellen. In dieser Folge berichtet Andree Lohse, bei der Stadt Kiel zuständig für Planung und Bau von Aufzügen, über seine Zuneigung zu Paternostern.

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Andree Lohse ist der Herr über 110 Aufzüge in der Kieler Immobilienwirtschaft. Sein liebster ist der Paternoster im Rathaus.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Man verglich ihn mit dem Kreislauf im Rathaus, zählte ihn lange zu einer der schönsten Touristenattraktionen Kiels und schätzt ihn bis heute als Rarität, die täglich ohne Pause über zwölf Stunden ihre Runden dreht: Die Rede ist vom Paternoster, einem sogenannten Personen-Umlaufaufzug. Genauso bezeichnet Andree Lohse sein „Baby“, das er seit drei Jahren als Herr über 110 Aufzüge der Kieler Verwaltung mitbetreut.

Schon als Zehnjähriger war Lohse vom alten Aufzug begeistert

Seitdem der Sohn eines Ingenieurs als Zehnjähriger einmal mit seiner Mutter von Elmschenhagen zum Rathaus fuhr, konnte er sich für die fahrenden Holzkabinen begeistern: „War ja eine aufregende Sache.“ Die Begeisterung für die „solide, alte Technik“ hat ihn seitdem nicht mehr losgelassen. Lohse verschlägt es allerdings eher selten ins Herzstück des Paternosters unterm Dach, wo vor allem das Gehör gefragt ist. 

Seit fast 60 Jahren läuft der Aufzug nun schon ohne Altersmüdigkeit. Es schwingt Respekt in Lohses Stimme mit, wenn der 46-Jährige erzählt, dass der Paternoster mit seiner Tragfähigkeit von 1800 Kilo gut mit seinen Nachfahren mithalten kann, obwohl er viermal so langsam seine Runden dreht. Rechne man aber das Warten vor einem modernen Aufzug dazu, bleibe der Zeitaufwand gleich. 

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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