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Anja Klose hat die Übersicht im Klärwerk

Kieler Experten Anja Klose hat die Übersicht im Klärwerk

Seit mehr als 25 Jahren arbeitet Anja Klose schon im Klärwerk Bülk. Die Fachkraft für Abwassertechnik, wie ihr Beruf offiziell heißt, hat in dieser Zeit viele Veränderungen mitgemacht. Den Spaß an der Arbeit hat ihr das aber nicht verdorben.

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Ihre Arbeit hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Anja Klose steht immer häufiger im Labor, um die Abwasserproben aus dem Klärwerk zu untersuchen. 

Quelle: Sonja Paar

Kiel. Auf den ersten Blick wirkt die Kläranlage in Bülk groß und unübersichtlich. Viele verschiedene Gebäude stehen da, dazwischen immer wieder Wasserbecken, deren Inhalt unterschiedliche Farben haben. Anja Klose geht zügig an den Becken vorbei, sie kennt sich hier aus. Denn die 42-Jährige arbeitet schon mehr als ihr halbes Leben im Klärwerk.

"Ich bin hier eigentlich mehr durch Zufall gelandet", erzählt die Kielerin, während sie über das Gelände läuft. Nach dem Realschulabschluss habe sie nicht genau gewusst, was sie beruflich machen sollte und sich umgeschaut. "Ich wollte nicht den ganzen Tag irgendwo drinnen sitzen. Ich wollte draußen arbeiten und mich bewegen." Dann habe sie eine Anzeige in der Zeitung gelesen, Auszubildende für den Beruf der "Ver- und Entsorger, Fachrichtung Abwasser" wurden gesucht. "Ich wusste irgendwie gleich: Das ist das Richtige für mich. Auch wenn ich mir unter dem Beruf noch nicht viel vorstellen konnte", erzählt Klose lachend.

Im Klärwerk hat sie die Übersicht. Sie kontrolliert, ob alle Werte in den verschiedenen Becken im Normalbereich liegen. Ob irgendwo eine Pumpe kaputt ist oder eine Sicherung ausgetauscht werden muss. Im Laufe der Jahre hat sich die Arbeit verändert. "Früher lag der Fokus mehr auf der Verfahrenstechnik. Das ist jetzt anders." Kaputte Pumpen muss Klose jetzt nicht mehr so oft selber reparieren, dafür steht sie mehr im Labor und kümmert sich um Elektronik.

Ein Problem hat sie damit nicht. Noch immer mag die Kielerin ihren Job. "Ich kann mir nichts anderes vorstellen", sagt sie und lacht.

Von Anne Steinmetz

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