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Hier entstehen die KN

KN-Relaunch Hier entstehen die KN

Nicht nur die Zeitung und die Webseite werden moderner, auch die Arbeitsabläufe in der Redaktion passen sich der veränderten Nachrichtenwelt an. Seit einigen Monaten arbeiten 24 Redakteure der Kieler Nachrichten und der Segeberger
Zeitung in einem neu gebauten „Crossmedialen Newsroom“ zusammen.

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Im Gespräch mit den Chefredakteuren

In einem neuen Großraumbüro werden auf rund 220 Quadratmetern alle Zeitungsseiten für sämtliche aktuelle Ausgaben der Zeitungen erstellt. Zeitungsleute sprechen von Newsroom.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. In diesem Großraum werden auf rund 220 Quadratmetern alle Zeitungsseiten für sämtliche aktuelle Ausgaben der Zeitungen erstellt. Und der Name verrät es: Hier entstehen nicht nur die Printprodukte des Verlages, sondern auch seine
digitalen Angebote.

Die Arbeit in einem Newsroom, einem Nachrichtenraum, kennt man in Kiel seit der Jahrtausendwende. Seitdem wurde das Newsdesk-Prinzip, also das gemeinsame Arbeiten über Ressortgrenzen hinweg, immer mehr verfeinert. Zuerst arbeiteten die Redakteure der Politik-, Wirtschafts- und Weltspiegelredaktion an einem großen Tisch. Dann folgten die Layout-Kollegen der Schleswig-Holstein- und der Landeshauptstadtredaktion, dann die Online-Redakteure.

Der weitgehendste Schritt des „Zusammenwachsens“ geschah aber im November vergangenen Jahres mit der Einbeziehung sämtlicher Lokalteile. Seitdem werden auch die Eckernförder Nachrichten, die Holsteiner Zeitung, die Ostholsteiner Zeitung und die Segeberger Zeitung im Verlagsgebäude an der Fleethörn redaktionell geplant. Außerdem haben die Ressorts Sport, Kultur, Fotoredaktion und Planungsgruppe Vertreter an den neuen Desk entsandt.

Überblick über alle Inhalte des Tages an einem Ort

Der Grund für diese Zentralisierung der Produktion ist einfach: Die Kieler Nachrichten und die Segeberger Zeitung sehen ihre Zukunft noch mehr als bisher im Verkauf regionaler und lokaler Informationen. Ohne die überregionalen Nachrichten aus Deutschland und der Welt zu vernachlässigen, soll diese Kernkompetenz des Verlages weiter ausgebaut werden. Voraussetzung dafür ist, an einem Ort den Überblick über alle Inhalte des Tages zu haben, die wichtigen Themen zu besprechen und die Zeitung unter der Regie eines der beiden Chefredakteure von vorn bis hinten detailliert zu konzipieren.

Die Redakteure in der Zentrale stehen dabei in ständigem Kontakt mit ihren Kollegen in den Regionen. Die tägliche Redaktionskonferenz um 10.30 Uhr wird mit der Videokamera in die Standorte des Verbreitungsgebietes übertragen. Offiziell konferiert wird bei den Kieler Nachrichten und der Segeberger Zeitung nur noch einmal am Tag. Doch die Redakteure sind eigentlich den ganzen Tag über im Konferenzmodus: Wie stark ist das Thema? Wie lässt es sich sinnvoll ausbauen, gut erklären und bebildern? Gehört es in das Lokalbuch oder auf die Titelseite? Ist es für Online geeignet? Wenn ja, wie muss es für Print abgewandelt werden?

Diese Fragen stellen sich von morgens bis abends – und die Antworten sind nicht in Stein gemeißelt. Erfordert es die aktuelle Lage, werden Pläne geändert und Seiten neu sortiert. Auf einer großen Monitorwand wird die eigene Webseite
mit den aktuellen Zugriffsraten für die einzelnen Artikel abgebildet. So erfahren die Redakteure, welche Themen die Leser besonders interessieren. Das lässt wiederum Rückschlüsse auf die Gestaltung der Zeitung zu. Selbstverständlich
erscheinen auf der Monitorwand auch die Internetportale der konkurrierenden Medien in Schleswig-Holstein. Und Spiele des THW Kiel werden hier natürlich live verfolgt…

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Ein Artikel von
Klaus Kramer
Chefredakteur / Ressortleiter Nachrichten

Alles verändert sich

Angelehnt an den Relaunch der Kieler Nachrichten, zeigen sich Unternehmen aus Schleswig-Holstein ebenfalls mit Bildern von Damals und Heute.

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