22 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Albig wünscht Gaschke Ruhe

Kieler Steueraffäre Albig wünscht Gaschke Ruhe

Im Streit um den millionenschweren Steuererlass für den Kieler Augenarzt Detlef Uthoff lässt sich Ministerpräsident Torsten Albig nicht aus der Reserve locken. Erstmals äußert er sich nach der Kritik von Susanne Gaschke.

Voriger Artikel
Gaschke legt sich erneut mit Albig an
Nächster Artikel
Wusste Gaschke früher Bescheid?

Torsten Albig bleibt gelassen.

Quelle: eis

Kiel. Auf die erneute Kritik von Ex-Oberbürgermeisterin Susanne Gaschke, die ihrem Amtsvorgänger in einem Spiegel-Interview eine Mitverantwortung zuschrieb, reagierte der Regierungschef am Montag gelassen. „Wer nur Feinde sieht, wo Rat gemeint war, steht irgendwann vor einer unüberwindbaren Mauer. Ich wünsche Susanne Gaschke von Herzen, dass sie bald zur Ruhe kommt und erkennt, dass die Welt nicht nur aus Freund oder Feind besteht“, erklärte Albig auf Anfrage.

 Gaschke, die vor einer Woche zurückgetreten war, hatte in dem Interview erneut damit argumentiert, dass sie mit ihrer Eilentscheidung lediglich den von Albig bereits eingeschlagenen Weg zu Ende gegangen sei. Albig sagte dazu gestern nichts. Aus der Staatskanzlei gab es lediglich den Hinweis, dass sich der Ministerpräsident bereits vor dem Innen- und Rechtsausschuss des Landtages dazu geäußert hatte. Demnach hatte Albig als Oberbürgermeister die Kämmerei gebeten, einen Vergleich zu prüfen. Ziel sei es gewesen, mehr als die Hälfte der Forderung von zuletzt 7,8 Millionen Euro zu erhalten. Voraussetzung sei aber eine Beteiligung des Finanzamtes sowie die Zustimmung der Ratsversammlung gewesen. Zu einer Entscheidung über den Steuerfall, der nach einem Urteil des Finanzgerichtshofes seit 2009 bei der Stadt Kiel lag, kam es während der dreijährigen Amtszeit von Albig allerdings nicht.

 Gaschke hatte sich in dem Interview auch über innerparteiliche Gegner beklagt, darunter Innenminister Andreas Breitner sowie die Leiterin der Kommunalabteilung, Manuela Söller-Winkler, die sich im vergangenen Jahr ebenfalls um eine Kandidatur für das Amt der Oberbürgermeisterin beworben hatte. Das Innenministerium reagierte auf die Anwürfe brüsk. „Frau Dr. Gaschke ist als Oberbürgermeisterin Geschichte. Der Innenminister beschäftigt sich mit Fragen der Gegenwart und der Zukunft“, erklärte ein Sprecher.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Uta Wilke
Redaktion Lokales Kiel/SH

Kiels Oberbürgermeisterin Susanne Gaschke tritt zurück. Sehen Sie hier Gaschkes Rücktrittserklärung. mehrKostenpflichtiger Inhalt

Die Stadt will ihr Geld zurück. Und die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Ex-Oberbürgermeisterin. Wolfgang Kubicki, FDP-Landtagsfraktionschef und Strafverteidiger, stellte sich den Fragen der Kieler Nachrichten. mehrKostenpflichtiger Inhalt

Foto: Susanne Gaschke hat sich an die Kommunalaufsicht gewandt.

Im Streit um den Kieler Steuer-Deal und Eilentscheidung von Oberbürgermeisterin Susanne Gaschke (SPD) ist die Stadt in die Offensive gegangen. Sie hat „Strafanzeige gegen Unbekannt wegen der Verletzung des Steuergeheimnisses“ gestellt. KN-online.de zeigt Ihnen das Schreiben.mehrKostenpflichtiger Inhalt

Selten hat die Ratsversammlung eine so hochemotionale Debatte erlebt. Sehen Sie hier Gaschkes Rede. mehrKostenpflichtiger Inhalt

Susanne Gaschke ist neue Oberbürgermeisterin in Kiel. Ein Rückblick. mehrKostenpflichtiger Inhalt

Mehr zum Artikel
Kiel
Foto: Ihr Unterschriftenkürzel stand nicht bereits im Februar unter einem Schreiben zum Steuer-Deal: Susanne Gaschke.

Der Fall Gaschke schlägt weiter hohe Wellen. Die Kommunalaufsicht ordnete ein Unterschriftenkürzel unter einem Schreiben zum umstrittenen Steuerdeal der damaligen OB zu. Es stammte aber von ihrem Büroleiter. Der Fehler rückte Gaschke in ein falsches Licht.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr