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Ein Klettermaxe im Paradies

Stadtpark Norderstedt Ein Klettermaxe im Paradies

Der Stadtpark ist sooo groß. Aber ich weiß schon, wo es am meisten Spaß macht. Erst mal treffen wir uns am See. Schau mal: Wie die mit Skiern übers Wasser flitzen! Heute will ich klettern, Tiere füttern und ein großes Eis.

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Auf den Riesenschaukeln am See fühlt man sich, als ob man über das Wasser fliegt.

Quelle: Weiding

Norderstedt. Gleich am Ufer laufe ich mit meiner großen Schwester Janne um die Wette: Wer als Erster am Aussichtssteg ist. Da schwebt man ein bisschen über den Wellen. Aber das ist gerade nicht so spannend: Wir wollen schnell rüber zum Waldspielplatz. Hier können wir auf Seilen hoch in einen Ausguck klettern und auf einer Rutsche um die Kurve wieder runter auf den Boden kommen. Jetzt probieren wir es mit der Hängebrücke. Auf der balancieren wir bis zum Turm aus Holz. Hier fühlt man sich fast so wie im Baumwipfel. Natürlich probieren wir auch die kleinen Wippen aus. Die sehen aus wie ein Pilz, ein Lurch und ein Frosch.

Jetzt aber nur geradeaus über die große Wiese. Janne und ich haben einen anderen tollen Spielplatz gleich neben dem kleinen Bauernhof wiederentdeckt: Alle möglichen Holztiere sind hier versammelt – das sollen Schafe sein. Gar nicht so leicht, auf die hinaufzuklettern. In einem Turm verstecke ich mich – mal sehen, wie lange es dauert, bis mich Janne findet. Jetzt machen wir Pause auf dem Rücken von so einem Schaf. Aber nicht zu lange: Nebenan wollen wir gleich die echten Tiere besuchen.

Die Tiere können wir selbst füttern

Die faulenzen schön, die beiden Schweine mit einem hübschen Farb-Ring um den Rücken. Die kommen wie die Gänse, Hühner und Esel vom Haustierpark Warder, hat uns Mama erzählt. Sie besorgt für uns Tierfutter, mit dem wir die wilden Hühner ganz schön auf Trab halten: Jedes Tier soll etwas bekommen, auch Janne verteilt ihr Futter an alle, damit kein Hühnchen zu kurz kommt. Ein Stück weiter neben der großen Wiese höre ich schon, wie andere Kinder kicken. Am liebsten würde ich sofort mitspielen. Aber wir wollen heute mal Slackline ausprobieren. Ihr wisst nicht, was das ist? Ganz einfach: ein Seil zwischen zwei Pfählen. Und darauf müsst Ihr balancieren.

Aber so einfach ist das nicht. Ziemlich schaukelig. Ich schaffe nur einen Meter. Aber Janne und ich, wir probieren es wieder und wieder. Und mit etwas Hilfe von Mama klappt es dann doch auf der ganzen Strecke bis zum nächsten Pfahl. Dann erleben wir auf dem Fitnessfeld, wie sonst nur Erwachsene trainieren: Da stehen Geräte, Felder mit Netzen und aufgezeichneten Figuren. Was das genau soll, weiß ich noch nicht. Aber wir machen, was uns gerade einfällt: balancieren, hüpfen oder Liegestütze. Mama sagt, das ist wie ein Trimm-Dich-Pfad von früher, aber moderner.

Einmal um den See zu den Schaukeln

So jetzt aber ab zum Strand! Wir rennen auf dem weichen Sand unter komischen großen Hütchen durch. Karibisch soll das hier sein am See, habe ich gelernt. Auf der anderen Seite sehen wir schon die großen, bunten Dinger – die Riesenschaukeln. Es gibt nur ein Problem: Wir müssen zu Fuß ganz um den See herumlaufen. Durch hohes Gras geht es und über Hügel. Ganz am Wasser leben empfindliche Pflanzen und Tiere, da dürfen wir nicht hin. Aber dann heißt es: Wer kann höher schaukeln? Ruckzuck bin ich federleicht in der Luft und fliege höher als Janne und Mama zusammen.

Wie Seeräuber auf einem Schiff erklimmen wir dann die großen Netze vom Kletternest. Oben auf dem Ausguck machen wir erstmal Pause. Jetzt ein Eis – das wäre klasse! Denn wir sind fast einmal um den See gelaufen. Vor uns flitzen die größeren Kinder auf Wasserskiern über den See. Nun geht es noch über die Brücke, und die ist etwas ganz Besonderes: Überall am Geländer hängen bunte Schlösser wie sonst an der Stalltür. Die haben verliebte Pärchen hier dran gehängt, erzählt Mama. Ich zähle die auf der rechten Seite und Janne auf der linken. Stellt Euch vor: Ich habe 821 Schlösser gezählt, meine Schwester nur 394. So, jetzt habe ich mir mein Eis aber wirklich verdient.

Gut zu wissen

Stadtpark Norderstedt: Haupteingang Stormarnstraße, 22844 Norderstedt (Navi-Adresse für kostenlosen Parkplatz), www.stadtpark-norderstedt.de, geöffnet 6-23 Uhr, Eintritt kostenlos.

Strandbad Arriba: geöffnet in den Ferien tgl. 9-20 Uhr, Eintritt 3 Euro, Kinder 2 Euro, www.arriba-strandbad.de

Wasserskianlage: geöffnet täglich zu unterschiedlichen Zeiten, Zwei-Stunden-Ticket 27 Euro, Jugendliche bis 15 Jahre 21 Euro, www.wasserski-norderstedt.de

Am Wegesrand

Feuerwehr-Museum Schleswig-Holstein: Restaurierte Feuerwehrautos aus den 20er-Jahren faszinieren neben Löschfahrzeugen aus der Wirtschaftswunderzeit und 1000 anderen Ausstellungsstücken. Mit Fahrzeug-Halle, Feuerwehr-Erlebnis-Spielplatz mit Park, Restaurant, Museumsshop und Bibliothek , Friedrichsgaber Weg 290, Norderstedt, Tel. 040/5256742, www.feuerwehrmuseum-sh.de, geöffnet mi-so 15-18 Uhr, Eintritt 5/erm. 2,50 Euro/Kinder bis 12 Jahren frei; Veranstaltungen: Fr, 25. Sept., 15.15 Uhr Historische Löschmethoden für Kids.

Naturschutzgebiet Wittmoor: Etwa fünf Kilometer westlich des Stadtparks Norderstedt liegt das letzte Hochmoor im Norden Hamburgs in einem Nebental der Alster. Spaziergänger und Wanderer finden zwei Rundwege (eine Stunde/zwei Stunden) durch das heideartige Naturschutzgebiet. Dort befindet sich auch ein Denkmal für das 1933 errichtete Konzentrationslager Wittmoor; Anfahrt über B 432 (Segeberger Chaussee), Einfahrt Brunsteenredder bis zum kostenlosen Parkplatz. Infos unter www.hamburg.de/wittmoor

Adventure-Golf: 18 Bahnen, Eintritt 8,50 Euro, Kinder 6 Euro, www.adventuregolf-norderstedt.de

Veranstaltungen: Di, 25. Aug., 15-16 Uhr: Lions-Werkstatt im Feldpark „Klasse! Kinder wissen mehr: Was bewirkt das Wasser in der Flasche?“, Teilnahme 4 Euro; Do-Sbd 27.-29. Aug., jeweils 20-24 Uhr: „ParkFunkeln 2015 – Magie der Nacht“ Regie: Lichtkünstler Wolfram Lenssen, Eintritt: 6 Euro, Kinder 2 Euro; So, 30. Aug. 13-17 Uhr Seepromenade: Sommerfest, Eintritt frei, Ponyreiten, Kinderschminken, Theater, Zauberer, Kinderzirkus, Karussell

Von Ole Middendorf

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