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Im Norden so viele Wahlberechtigte wie nie zuvor

Landtagswahl Im Norden so viele Wahlberechtigte wie nie zuvor

So viele Schleswig-Holsteiner wie nie zuvor dürfen am 6. Mai an der mit Spannung erwarteten Landtagswahl teilnehmen. Die Zahl der Stimmberechtigten liegt mit gut 2,24 Millionen um knapp 19 000 über der des Urnengangs von 2009, wie Landeswahlleiterin Manuela Söller-Winkler am Dienstag in Kiel sagte.

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An der Landtagswahl am 6. Mai dürfen in Schleswig-Holstein mehr Menschen ihre Stimme abgeben, als je zuvor.

Quelle: Foto dpa/Archiv

Kiel. Mit 73,6 Prozent war die Wahlbeteiligung damals relativ hoch, was auch mit der Bundestagswahl am selben Tag zusammenhing.

 Insgesamt elf Parteien treten diesmal mit Landeslisten an. Dazu gehört außer den bisherigen Parlamentsparteien CDU, SPD, FDP, Grünen, Linken und SSW (Südschleswigscher Wählerverband) die Piratenpartei, die nach den Umfragen gute Chancen hat, in das Parlament zu kommen. Für die Wahl zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD mit den Spitzenkandidaten Jost de Jager und Torsten Albig ab.

 Obwohl sich die FDP mit Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki wieder größere Hoffnungen auf einen Wiedereinzug ins Parlament macht, gilt eine Wiederauflage der schwarz-gelben Koalition als unwahrscheinlich.

 SPD, Grüne und der von der Fünf-Prozent-Sperrklausel befreite SSW sind bereit, eine gemeinsame Regierung zu bilden. Nach den bisherigen Umfragen wäre das möglich. Schlecht erscheinen die Aussichten für die Linke, wieder in den Landtag zu kommen. Außer den genannten Parteien treten auch die rechtsextreme NPD, die Freien Wähler, die Familien-Partei und die Maritime Union mit Landeslisten an.

 Im Norden muss schon wieder gewählt werden, weil das Landesverfassungsgericht dies gefordert hat. Es entschied, dass das Wahlgesetz und dessen Anwendung in Konflikt mit der Verfassung geraten sei.

 Für den Landtag gilt das Zweistimmen-Wahlrecht. Die Erststimme ist für einen Wahlkreisbewerber bestimmt, die Zweitstimme für die Landesliste. Wer in einem der 35 Wahlkreise gewinnt, kommt direkt ins Parlament. Insgesamt soll der Landtag 69 Abgeordnete haben.

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