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Wahlkampf der Spitzenkandidaten im Fernsehen

Wahlen Wahlkampf der Spitzenkandidaten im Fernsehen

Führende Politiker der Parteien im Kieler Landtag haben am Mittwoch im Fernsehen für ihre Positionen geworben. Zunächst trafen am Abend die Spitzenkandidaten von FDP, Grünen, Linken und SSW in einem Streitgespräch im NDR-Fernsehen aufeinander.

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Die Spitzenkandidaten stehen im Fernsehstudio des NDR.

Quelle: Carsten Rehder

Kiel. Kontroversen entbrannten vier Tage vor der Wahl vor allem in der Bildungs-, und Haushaltspolitik.

Zu Spekulationen über eine mögliche Koalition aus CDU, Grünen und FDP meinte Robert Habeck von den Grünen: "Ich kenne niemanden in Schleswig-Holstein, der Jamaika will, mich eingeschlossen". Für FDP-Mann Wolfgang Kubicki ist "Jamaika" dagegen die wahrscheinlichste Koalition. Es gebe zwischen Grünen und FDP so viele Kompromisslinien, dass er sich gemeinsames Regieren vorstellen könne, sagte Kubicki nach der Sendung. Anke Spoorendonk vom SSW bekräftigte, dass ihre Partei in einer möglichen "Dänen-Ampel" mit SPD und Grünen ein Ministerium führen möchte: "Der SSW wird auch ein Ressort anstreben".

Später am Abend sollte im NDR-Fernsehen noch ein mit Spannung erwartetes Duell zwischen CDU-Spitzenkandidat Jost de Jager und seinem SPD-Rivalen Torsten Albig kommen. Beide wollen mit ihren Parteien stärkste Kraft bei der Landtagswahl werden.

Kubicki betonte zur Bildung, die wieder eingeführte Möglichkeit zum Abitur am Gymnasium nach neun Jahren stoße bei Eltern und Lehrern auf positive Resonanz. Habeck wandte sich gegen rückwärtsgewandte Strukturdebatten, Spoorendonk plädierte für das kürzere Abi nach acht Jahren, Antje Jansen von den Linken für das längere.

Differenzen auch beim Geldausgeben: Kubicki beharrte auf Fortsetzung des strikten Sparkurses, gestand den Grünen aber zu, sie hätten haushaltspolitisch den Weg in die Vernunft gefunden. Habeck forderte moderate zusätzliche Investitionen in Bildung und Öko-Landbau. Sparen dürfe aber kein Selbstzweck sein.

dpa

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