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Wenn Gysi in der Kneipe plötzlich hinter einem steht

Linke kündigt "Nachtwahlkampf" an Wenn Gysi in der Kneipe plötzlich hinter einem steht

Unmittelbar vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein will sich die Linke mit aller Macht gegen die in Umfragen prognostizierte Niederlage stemmen. Von Freitagfrüh bis zur Öffnung der Wahllokale am kommenden Sonntag werde die Partei einen 48-stündigen Nachtwahlkampf veranstalten, sagte Parteisprecher Hanno Harnisch am Samstag nach einer Sitzung des Bundesausschusses in Lübeck.

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Quelle: Soeren Stache/Archiv

Lübeck. Prominente Politiker würden dabei nachts in Gaststätten, Großmärkten und auf Bahnhöfen um Stimmen werben.

Die Linke liegt nach jüngsten Umfrage bei nur 2,5 Prozent in der Wählergunst. "Die Linke war im Westen immer schlechter in Umfragen, als sie dann eingetanzt ist", sagte Harnisch dazu.

Im Endspurt soll Bundesprominenz noch das Ruder herumreißen: Bundestagsfraktionschef Gregor Gysi werde von Mittwoch bis Freitag in Schleswig-Holstein unterwegs sein und zum Abschluss in Lübeck auftreten, sagte der Sprecher. Parteichef Klaus Ernst wollte nach der Tagung in Lübeck noch Wahlkampfauftritte absolvieren.

Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau soll am 1. Mai in Neumünster sprechen. Auf der Kundgebung gegen eine Wahlkampfveranstaltung der rechtsextremistischen NPD will die Linke auch ihre unterlegene Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten, Beate Klarsfeld, aufbieten.

Zur Debatte um die Parteiführung nach dem Rücktritt von Gesine Lötzsch sagte Harnisch: "Die Diskussion wird geführt, aber sie wird nicht forciert geführt." Der frühere Vorsitzende Oskar Lafontaine legte seiner Partei auf einem Landesparteitag in Stuttgart nahe, sie dürfe sich nicht "endlos in Personalquatschereien verlieren". Bislang hat nur Bundestagsfraktionsvize Dietmar Bartsch seine Kandidatur angekündigt.

dpa

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