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Parteien wollen Eltern entlasten

Kita-Beiträge Parteien wollen Eltern entlasten

Ein Gewinner der Landtagswahl steht bereits fest: Alle Parteien möchten Eltern von Kita-Kindern finanziell entlasten und zudem mehr oder minder kräftig in die Kinderbetreuung investieren. Was genau die Landespolitiker versprechen, beleuchten wir im neuen Teil unserer Wahlkampfserie.

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Wie viel Eltern für die Kinderbetreuung ausgeben müssen, hängt vom Wohnort ab.

Quelle: Julian Stratenschulte

Kiel.. Die Finanzierung der Kitas soll künftig landesweit einheitlich geregelt werden. Bisher müssen Eltern in Schleswig-Holstein je nach Wohnort unterschiedlich hohe Beiträge entrichten und im Schnitt deutlich mehr zahlen als in anderen Bundesländern.

Im Speckgürtel um Hamburg (in der Hansestadt ist eine Kita-Grundbetreuung kostenlos) müssen Eltern für einen Ganztagsplatz mancherorts mehr als 500 Euro im Monat zahlen. In ländlichen Regionen wie etwa Nordfriesland ist ein solcher Platz für weniger als 150 Euro zu haben. Angesichts dieser Ausgangslage haben die Parteien unterschiedliche Modelle entwickelt, um die Elternbeiträge zu senken.

Einen ersten Schritt ist die Koalition bereits gegangen. Auf Druck der SPD erhalten Eltern von Krippen-Kindern seit Januar einen Zuschuss von 100 Euro im Monat. Allein dies kostet das Land jährlich 23,4 Millionen Euro. Die SPD will diesen Weg weitergehen. Ab 2018 sollen Eltern für Kinder im ersten Kita-Jahr 100 Euro erhalten, ab 2019 für das zweite, ab 2020 für das dritte Kita-Jahr. Diesen Rhythmus will die SPD fortsetzen. Ziel ist die Kostenlos-Kita. Das wollen auch die Grünen und der SSW.

Die CDU will das Krippen-Geld („Abgabeprämie“) abschaffen. Dafür soll das Land sich stärker an den Betriebskosten der Kitas beteiligen, und zwar ab 2018 mit mindestens einem Drittel. Dieser Betrag soll „dynamisch“ steigen. Ein weiteres Drittel sollen insbesondere die Kommunen übernehmen. Zugleich soll der Elternanteil per Gesetz auf maximal ein Drittel begrenzt werden. Ziel der CDU ist es, den Elternanteil bis 2022 weiter zu senken, und zwar auf höchstens 25 Prozent. Offen ist, was dieser Weg der Elternentlastung das Land kostet.

Die FDP will den Elternbeitrag für einen U3-Ganztagsplatz auf einen Maximalbetrag von 200 Euro im Monat bei der U3-Betreuung und auf 150 Euro bei der Ü3-Betreuung deckeln. Die FDP will diese Maximalkosten immer weiter reduzieren und „langfristig“ die Kinderbetreuung für die Eltern kostenlos bereitstellen. Die Kosten soll das Land tragen.

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Ein Artikel von
Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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