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Unterschiede bei der Bildungspolitik

Landtagswahl 2017 Unterschiede bei der Bildungspolitik

Die Debatte um G8 oder G9 hat jüngst neuen Schwung bekommen - auch in Schleswig-Holstein. Während die CDU das Abitur nach neun Jahren wieder einführen will, lehnen die Regierungsfraktionen den Vorstoß ab. Nicht der einzige gravierende Unterschied in der Bildungspolitik.

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Die Spitzenkandidaten: Ministerpräsident Torsten Albig (SPD, oben l-r), Finanzministerin Monika Heinold (Bündnis90/Die Grünen) und Uli Nobis (AFD), die CDU-Fraktionsvorsitzende Daniel Günther (unten, l-r), der FDP-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Kubicki und Marianne Kolter (Die Linke).

Quelle: dpa

Kiel. Von wegen alle gleich! Die Programme der Parteien zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein offenbaren zwar viele Ähnlichkeiten, aber auch klare Differenzen. Beim Schwerpunktthema Bildung bekennen sich die meisten Parteien zum zweigliedrigen Schulsystem - es gibt aber auch Ausnahmen.

CDU:

100 Euro Krippengeld abschaffen, Elternbeiträge für Kitas senken, Kitas aber nicht beitragsfrei machen, Personalschlüssel verbessern. Die Schulstruktur mit Gemeinschaftsschule und Gymnasium soll nicht angetastet werden, aber G8 abgeschafft werden. Für Schulartenempfehlungen und Noten ab Klasse 3. Gegen Studiengebühren.

SPD:

Langfristig Kita-Gebühren abschaffen. Kurzfristig gestaffelte Entlastungen für Eltern und eine Offensive für mehr Erzieher. Im Schulbereich für 100-prozentige Unterrichtsversorgung und den Ausbau der Ganztagsschulen. Zusätzliche Mittel für Schulen mit schwierigen Bedingungen. Hochschulpakt verlängern, Hochschulhaushalte aufstocken.

Grüne:

Mittelfristiges Ziel ist die Beitragsfreiheit von Kitas, aktuell steht die Qualität der Betreuung im Mittelpunkt. 100-prozentige Unterrichtsversorgung an Schulen, besondere Unterstützung für Brennpunktschulen. Hochschulen sollen finanziell gestärkt, ein landesweites Wissenschaftsnetz entwickelt werden.

FDP:

Mehr Ganztags- und Randzeitenangebote in Kitas zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Deckelung der Elternbeiträge, langfristig kostenlose Kinderbetreuung. Schulnoten ab Klasse drei, Schulartenempfehlung und mehr Entscheidungsfreiheit an Schulen - auch über G8 oder G9. Bessere Ausstattung und mehr Freiräume für Unis.

SSW:

Das Ziel der kostenlosen Kita soll schrittweise verwirklicht, das Kita-Finanzierungssystem auf andere Beine gestellt werden. Im Schulbereich hält der SSW am Schulsystem fest. Ziel ist eine 100-prozentige Unterrichtsversorgung. Ausbau der Ganztagsangebote, Erstellung eines Ferienbetreuungskonzepts. Stärkung der Hochschulen.

Linke:

Kostenfreie Bildung von der Krippe bis zur Hochschule. Anpassung der Kita-Öffnungszeiten an Bedarf arbeitender Eltern, mehr Geld für Erzieher. Alle Schulen sollen Gemeinschaftsschulen werden. Während der Umstellung G8 an Gymnasien abschaffen. Mehr Personal für Schulen. Hochschulzugang für Menschen ohne Abitur erleichtern.

AfD:

Gegen Krippengeld, für beitragsfreies letztes Kindergartenjahr. Für traditionelles Rollenbild und die Erziehung von Kleinkindern zuhause - nicht in der Krippe. Für Schulartenempfehlungen und Noten ab Klasse drei. Ganztagsschulen als Ergänzung zum Halbtagsunterricht. Rückkehr zu Studienabschlüssen Diplom, Magister und Staatsexamen.

Von dpa

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