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Landtagswahl Schleswig-Holstein Torsten Albig denkt nicht an Rücktritt
Landtagswahl Schleswig-Holstein Torsten Albig denkt nicht an Rücktritt
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16:00 09.05.2017
Sönke Rix, Bundestagsabgeordneter für den Kreis Rendsburg-Eckernförde (von links), Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) und Landesschatzmeister Stefan Bolln (SPD) haben sich am Montag mit möglichen Konsequenzen aus dem Wahlergebnis der Landtagswahl befasst. Am Dienstag ist Fraktionssitzung der SPD. Quelle: Markus Scholz
Kiel

„Wir wollen jetzt mal sehen, was wir vorbereiten können, um eine nächste Regierung auf die Beine zu stellen“, sagte Ministerpräsident Torsten Albig am Dienstag. Keine der gewählten Parteien habe eine Mehrheit im neuen Landtag. „Und dann werden wir mal sehen, wer am Ende eine Mehrheit hat.“

Zur Kritik aus der Bundespartei an ihm sagte Albig: „Das nehme ich zur Kenntnis.“ Zuvor hatte der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel Albig kritisiert. Man habe kurz vor der Wahl mehr über Albigs Privatleben als über die Themen der Sozialdemokratie diskutieren müssen, sagte Schäfer-Gümbel im ZDF-„Morgenmagazin“.

Das habe auch der Landesverband in aller Deutlichkeit gesagt. Es gehe nicht darum, alles auf eine Person zu schieben, sagte Schäfer-Gümbel und fügte hinzu: „Es war eine Situation, mit der alle konfrontiert waren.“ Gut vier Monate vor der Bundestagswahl wurde im nördlichsten Bundesland die bisher oppositionelle CDU am Sonntag stärkste Kraft.

Von dpa

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