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Offene Fragen bringen bessere Antworten

Leselust Offene Fragen bringen bessere Antworten

„Was frage ich nur?“ Bevor die Nachwuchsreporter aus der dritten und vierten Klasse der Grundschule Trent (Gemeinde Lehmkuhlen) sich bei ihren Mitschülern am Interview probieren, stellen sie erst mal eine große Frage an sich selbst. Nach vier Wochen mit dem Projekt Leselust mit den Kieler Nachrichten fällt ihnen die Antwort darauf aber nicht schwer.

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Wie findest du die Schule? Die Nachwuchsreporterinnen (von links) Lena Iffländer, Tyra Ruthemeyer und Finnja Kraft sind gespannt auf die Antwort von Amy Winter.

Quelle: jac

Lehmkuhlen. Nach und nach schreiben die Grundschüler ihre vielfältigen Fragen auf bunte Papierbögen, die dann an die Tafel gepinnt werden – fein sortiert nach gewünschtem Interviewpartner: Lehrer, Schüler und sonstige wie Hausmeister oder Reinigungskraft. Deutschlehrerin Jutta Schlüter hatte zuvor noch letzte Denkanstöße gegeben: „Am besten, ihr stellt solche Fragen, auf die ihr interessante Antworten bekommt“, erklärt sie.

 Carl Moritz Hansen, der mit Tom Wohlert ein Zweierteam bildet, hat den Unterschied zwischen geschlossenen und offenen Fragen verstanden: „Wenn wir fragen: Findest Du die Schule okay?, und die Antwort ist Ja, ist das nicht so toll. Deshalb fragen wir lieber: Was gefällt Dir an der Schule?“, meint er.

 In der großen Pause wird dann die Probe aufs Exempel gemacht. Mit Schreibblocks sowie Kamera ausgerüstet finden Lena Iffländer, Tyra Ruthemeyer und Finnja Kraft in Erstklässlerin Amy Winter eine Gesprächspartnerin. „Wie findest du die Schule?“, fragen sie Amy. Die Antwort ist durchaus nachvollziehbar: „Gut, aber zu Hause ist es auch schön.“ Die Fragestellerinnen sind zufrieden und ein „Nachbohren“, wie es ihre Deutschlehrerin bei zu kurzen Antworten vorgeschlagen hat, scheint nicht nötig.

 Jutta Schlüter ist unterdessen selbst zum „Interview-Opfer“ von Carl Moritz und Tom geworden. „Nette Kinder, nette Lehrer und ein tolles Arbeitsklima“ gefallen ihr an der kleinen Dorfgrundschule am besten. Keine Frage, für die beiden Schülerjournalisten ist das eine Antwort, die voll okay ist.

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Ein Artikel von
Andreas Jacobs
Ostholsteiner Zeitung