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MiSch „Bitte mehr Rätsel und Comics“
MiSch „Bitte mehr Rätsel und Comics“
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12:18 14.03.2016
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck
Löcherten KN-Redakteur Jan v. Schmidt-Phiseldeck (links) mit vielen Fragen zur Zeitung und zur Person: die Viertklässler der Regenbogenschule Strohbrück, hier mit Lehrerin Ute Klaus (rechts). Quelle: fpr: Frank Peter

Für das Projekt MiSch (Medien in der Schule) hat die Klassenlehrerin Ute Klaus (58) die 18 wissbegierigen Schüler bestens präpariert. Tägliche Zeitungslektüre mit dem Erstellen eines Zeitungstagbuches gehört genauso dazu wie zum Beispiel das Auffinden von Themen, die die Schüler wirklich interessieren. Eines lernt der Reporter schnell: Wirtschaftsartikel gehören eher nicht dazu. Dafür Nachrichten über Tiere wie Seehund „Sammy“, Sport, Autos – und, ganz wichtig, Comics und Rätsel. „Die Vorbereitung auf Ostern ist durch das Zeitungsprojekt etwas in den Hintergrund gerückt. Sonst haben wir mehr gebastelt“, sagt Ute Klaus.

Vor den Schülern liegt eine lange Liste mit Fragen, die in dieser Stunde noch unbedingt geklärt werden müssen. Zum Beispiel nach der Arbeitszeit eines Redakteurs („variabel“), nach der Berufsausbildung („zumeist Studium und Volontariat“) und nach den täglichen Einnahmen des Verlage – „das sind bestimmt Millionen“, sagt eine Schülerin. Ihre Platznachbarin regt an, „dass wir Kinder eigene Artikel für die Zeitung schreiben wollen über alles, was uns so interessiert“. Inhalt zum Beispiel: spannende Ausflüge, Lieblingskatzen, das neue Bandprojekt mit Musik von AC/DC.

Doch auch die KN sollten über neue Inhalte nachdenken, sagt ein anderer Schüler: die verrücktesten Erfindungen aus aller Welt, einmal wöchentlich auf mindestens einer Seite zu finden. Und wie verrückt sollten die Erfindungen sein, fragt der Reporter zurück? Die Antwort: „Schreibt doch mal über einen Klatschroboter. Wenn es den gäbe, würde ich ihn mit zum Fußball nehmen.“

Unbedingt erforderlich, sind sich die meisten Schüler einig, sei aber ein Heft mit Rätseln, Witzen und Cartoons als zusätzliches „Buch“ in der Zeitung. Und warum? „Damit wir noch mehr Spaß beim Lesen haben“, sagt eine Schülerin. Apropos Lesen: bitte nur auf Papier, nicht digital – „sonst kann ich den Hägar oder einen Artikel doch nicht ausschneiden“, sagt eine Schülerin.

Zehn bis 15 Minuten, ist sich die Mehrheit der Viertklässler einig, dauert es, die Zeitung zu lesen. Überschriften und Bilder angucken, die spannendsten Artikel ausschneiden: „Aber warum ist die Zeitung eigentlich so großformatig?“ Ist sie gar nicht, sagt Lehrerin Klaus: „Ihr seit nur noch etwas klein.“

Zum Schluss der längeren Schulstunde haben die Schüler aber noch zwei wichtige Fragen: Wer denn den Artikel über die Klasse schreibt und was passiert, wenn darin etwas falsch ist? Als Antwort gibt es zwei Visitenkarten für die beiden Klassensprecher. Hoffentlich ruft jetzt niemand an.

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