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Die Flötenkids wollen 2017 in die Zeitung

Misch 2016 Die Flötenkids wollen 2017 in die Zeitung

Was ein Thema für die Medien ist, und dass manchmal auch ein wenig Glück dazu gehört, damit über ein Ereignis auch berichtet wird, das können Grundschüler beim Projekt Medien in der Schule (MiSch) lernen. Die Schüler der 4b der Matthias-Claudius-Schule in Elmschenhagen haben es sogar selbst erfahren.

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Wirtschaftsredakteur Jörn Genoux berichtete den Schülern der Klasse 4b der MiSch in der Matthias-Claudius-Schule in Elmschenhagen von seiner Arbeit und beantwortete viele Fragen.

Quelle: Sven Janssen

Kiel. „Kiel singt und spielt für Kiel“: Jahr für Jahr, schon seit 49 Jahren, begeistern Chöre, Bläserensembles, Tanzgruppen und Solisten Mitte Februar ihr Publikum. Die „Flötenkids“ der 4b und ihre Lehrerin Sabine Dostall-Petersen waren auch in diesem wieder Jahr dabei – und hatten so gehofft, mit einem Foto in den Kieler Nachrichten zu erscheinen. Es erschien auch ein großer Bericht mit vier Fotos in der Zeitung, 16 Bilder stehen auf KN-online, aber keines von den „Flötenkids“. Warum das nicht geklappt hat, das wollte die Klasse nun beim Besuch des KN-Redakteurs erfahren.

Direkt nach dem Erscheinen der Zeitung am 15. Februar mit dem Bericht über die Veranstaltung hatte jede Schülerin und jeder Schüler schon einen Brief an die Lokalredaktion geschrieben, alle in einen großen Umschlag gepackt und abgeschickt. „Wir fanden es schade, dass auf der Internetseite nichts über die Flötenkids stand“, schrieb beispielsweise Emily Ann. „Wir hätten uns sehr gefreut, wenn wir in der Zeitung zu sehen sind“, stand im Brief von Alina. Und Luca beschrieb es so: „Wir haben mit Spannung auf die KN am Montag gewartet, weil wir uns erhofft haben, ein Foto von uns in der Zeitung zu finden. Wir mussten leider feststellen, dass es kein Foto von uns gab.“

Diese und die anderen Briefe zeigen eines ganz deutlich: Die Erwartungen an die regionale Tageszeitung und deren Online-Ausgabe sind sehr hoch. Sie soll aus der Welt berichten, aber natürlich direkt vor Ort sein. Und die Menschen wollen sich eben manchmal auch darin wiederfinden – wenn sie etwas Besonderes geleistet haben. Und wenn Zehnjährige auf der großen Bühne des Schauspielhauses vor großem Publikum spielen und viel Applaus erhalten, dann ist das ohne Frage eine große Leistung. Entsprechend groß kann die Enttäuschung sein, wenn andere erwähnt, manche sogar im Bild gezeigt werden, die Flötenkids aber nur in der Teilnehmerliste auftauchen.

Beim Klassenbesuch des Redakteurs im Rahmen von MiSch ließ sich das Problem der Zeitungsmacher erklären: „Kiel singt und spielt für Kiel“ ging über drei Tage, 1000 Laienmusiker und -darsteller nahmen daran Teil. Da lassen sich in der Zeitung und auch online nur kleine Ausschnitte der Veranstaltung wiedergeben. Und das gilt eben nicht nur in diesem Fall. Das gilt grundsätzlich: Journalisten müssen auswählen, Schwerpunkte setzen – und vieles leider auch unter den Tisch fallen lassen. Die 4b-Schülerinnen und -Schüler sind nicht beleidigt. Und sie geben nicht auf: „Wir würden uns sehr freuen, wenn wir nächstes Jahr, wenn Kiel singt und spielt 50-jähriges Jubiläum hat, in die Zeitung kämen“, schlägt Madita vor. Und 50 Jahre, das sei doch eine gute Gelegenheit einmal ein ganze Seite oder gar eine Doppelseite mit Fotos von allen Gruppen in die Zeitung zu bringen, schlägt Colin Max vor. Eine gute Idee, die hiermit auch in der Lokalredaktion der Kieler Nachrichten angekommen ist. Tipp vom KN-Redakteur: Zwei Wochen vorher noch einmal anrufen.

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Foto: Auf einmal sitzt da ein frischgebackener Europameister vor den vierten Klassen: Tamo Schwarz (li.), Sportredakteur der Kieler Nachrichten, brachte Christian Dissinger, Rückraumspieler des Handball-Rekordmeisters THW Kiel, im Rahmen des Projektes „Medien in der Schule“ (MiSch) mit in die Grundschule Suchsdorf.

Im Rahmen des Projektes „Medien in der Schule“ (MiSch) hatten sich die Viertklässler der Grundschule Suchsdorf einen Sportredakteur der Kieler Nachrichten zum Interview gewünscht. Der hat die Einladung gern angenommen und einfach mal bei Christian Dissinger angefragt: „Kommst Du mit?“ Dissinger sagte spontan „ja“.

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