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MiSch „Theater finde ich gut, weil das live ist“
MiSch „Theater finde ich gut, weil das live ist“
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16:22 03.03.2016
Von Ruth Bender
MISCH - Medien in der Schule in der Christlichen Schule Kiel mit Ruth Bender Quelle: Björn Schaller
Kiel

Zu einem Flechtkorb, Plateau-Schuhen, Schwertern und Schirmen hat die Klasse im Rahmen des Projekts „MiSch“ etliche Ausgaben der Kieler Nachrichten verarbeitet – natürlich nur, damit es beim Foto-Shooting gut aussieht. Darüber hinaus haben die 16 Schüler um Klassenlehrerin Monika Behr in den vergangenen Wochen auch fleißig gelesen und mit Texten und Bildern gearbeitet.

 Constanze zum Beispiel ist Reiterin und findet es toll, dass von dem Reitturnier, das sie selbst in Neumünster besucht hat, gleich am Tag darauf berichtet wurde. „Wie geht das?“, fragt sich die Zehnjährige. Und ein anderer überlegt: „Schreibt die Reporterin auf einem Tablet?“ Konrad hat zwar morgens keine Zeit zum Zeitung lesen („Da muss ich ja zur Schule!“), findet sie aber auch nicht unwichtig – wegen Fußball und auch ein bisschen wegen THW. Und auf die Rätselseite können sich in der Klasse alle einigen: „Das macht Spaß.“ Es habe schon eine Art Gebrauchsanweisung gebraucht, sagt Lehrerin Monika Behr, bis sich die Schüler unter dem Prinzip Zeitung etwas vorstellen konnten. „Da muss man dann auch mal erklären, wie Bild und Text zusammengehören.“

 Außerdem hat sie mit der Klasse ein eigenes Projekt erarbeitet: „Ich habe aus der Zeitung erfahren, dass das Werftpark-Theater Michael Endes Geschichte ,Lenchens Geheimnis’ auf die Bühne bringt. Also haben wir das Buch gelesen, die Aufführung besucht und im Anschluss über die Vorstellung geschrieben.“

 Gar nicht so leicht finden ihre Schüler das – und haben doch schon ihre ganz eigene Meinung. „Die Grimassen waren lustig“, sagt Alina, „aber ich finde es besser, wenn mehr Personen mitspielen.“ Rosa sieht das grundsätzlicher: „Theater finde ich gut – weil da richtige Menschen auf der Bühne stehen und man genau sieht, was die Leute da machen.“ So hat sich in den letzten Wochen eine leise Vertrautheit mit dem Medium eingestellt, und nun prasseln die Fragen umso schneller. „Woher hast Du Deine Ideen?“, will Mia wissen. „Wie lange schreibt man an einem Artikel?“, kommt die nächste Frage. Mhm, eine Meldung geht schneller als eine Reportage oder eine Kritik. „Und was machst Du, wenn Du mal keine Ideen hast?“ Gute Frage – denn manchmal streikt der Kopf ja auch beim Reporter. Da hilft dann nur: abschalten und neu booten.

 Einen Kritikpunkt hat die Klasse am Ende auch noch. „Wir haben heute morgen einen Fehler entdeckt“, sagen sie – und wollen wissen, ob die Texte vor dem Druck auch korrigiert werden. Unbedingt.

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