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„Theater finde ich gut, weil das live ist“

Misch 2016 „Theater finde ich gut, weil das live ist“

Die Klasse 4a der Christlichen Schule Kiel hatte sich im Rahmen des Misch-Projekts mit Michael Endes Werk "Lechens Geheimnis" beschäftigt. Sie lasen die Geschichte und besuchten die Aufführung im Werftpark-Theater. Nun bekamen sie Besuch aus dem Kultur-Ressort der KN.

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MISCH - Medien in der Schule in der Christlichen Schule Kiel mit Ruth Bender

Quelle: Björn Schaller

Kiel. Zu einem Flechtkorb, Plateau-Schuhen, Schwertern und Schirmen hat die Klasse im Rahmen des Projekts „MiSch“ etliche Ausgaben der Kieler Nachrichten verarbeitet – natürlich nur, damit es beim Foto-Shooting gut aussieht. Darüber hinaus haben die 16 Schüler um Klassenlehrerin Monika Behr in den vergangenen Wochen auch fleißig gelesen und mit Texten und Bildern gearbeitet.

 Constanze zum Beispiel ist Reiterin und findet es toll, dass von dem Reitturnier, das sie selbst in Neumünster besucht hat, gleich am Tag darauf berichtet wurde. „Wie geht das?“, fragt sich die Zehnjährige. Und ein anderer überlegt: „Schreibt die Reporterin auf einem Tablet?“ Konrad hat zwar morgens keine Zeit zum Zeitung lesen („Da muss ich ja zur Schule!“), findet sie aber auch nicht unwichtig – wegen Fußball und auch ein bisschen wegen THW. Und auf die Rätselseite können sich in der Klasse alle einigen: „Das macht Spaß.“ Es habe schon eine Art Gebrauchsanweisung gebraucht, sagt Lehrerin Monika Behr, bis sich die Schüler unter dem Prinzip Zeitung etwas vorstellen konnten. „Da muss man dann auch mal erklären, wie Bild und Text zusammengehören.“

 Außerdem hat sie mit der Klasse ein eigenes Projekt erarbeitet: „Ich habe aus der Zeitung erfahren, dass das Werftpark-Theater Michael Endes Geschichte ,Lenchens Geheimnis’ auf die Bühne bringt. Also haben wir das Buch gelesen, die Aufführung besucht und im Anschluss über die Vorstellung geschrieben.“

 Gar nicht so leicht finden ihre Schüler das – und haben doch schon ihre ganz eigene Meinung. „Die Grimassen waren lustig“, sagt Alina, „aber ich finde es besser, wenn mehr Personen mitspielen.“ Rosa sieht das grundsätzlicher: „Theater finde ich gut – weil da richtige Menschen auf der Bühne stehen und man genau sieht, was die Leute da machen.“ So hat sich in den letzten Wochen eine leise Vertrautheit mit dem Medium eingestellt, und nun prasseln die Fragen umso schneller. „Woher hast Du Deine Ideen?“, will Mia wissen. „Wie lange schreibt man an einem Artikel?“, kommt die nächste Frage. Mhm, eine Meldung geht schneller als eine Reportage oder eine Kritik. „Und was machst Du, wenn Du mal keine Ideen hast?“ Gute Frage – denn manchmal streikt der Kopf ja auch beim Reporter. Da hilft dann nur: abschalten und neu booten.

 Einen Kritikpunkt hat die Klasse am Ende auch noch. „Wir haben heute morgen einen Fehler entdeckt“, sagen sie – und wollen wissen, ob die Texte vor dem Druck auch korrigiert werden. Unbedingt.

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Ein Artikel von
Ruth Bender
Kulturredaktion

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Misch 2016
Foto: Wirtschaftsredakteur Jörn Genoux berichtete den Schülern der Klasse 4b der MiSch in der Matthias-Claudius-Schule in Elmschenhagen von seiner Arbeit und beantwortete viele Fragen.

Was ein Thema für die Medien ist, und dass manchmal auch ein wenig Glück dazu gehört, damit über ein Ereignis auch berichtet wird, das können Grundschüler beim Projekt Medien in der Schule (MiSch) lernen. Die Schüler der 4b der Matthias-Claudius-Schule in Elmschenhagen haben es sogar selbst erfahren.

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