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Die Zeitung belebt Geist und Stimme

MiSch zu Gast in Friedrichsort Die Zeitung belebt Geist und Stimme

Achtung, es ist eine neue Zeitung auf dem Markt: die „FRS Nachrichten“. Die Auflage ist allerdings sehr klein, und ein Exemplar ist nur im Klassenraum der 4c der Friedrichsorter Fritz-Reuter-Schule zu bekommen. Diese nimmt gemeinsam mit den anderen beiden vierten Klassen der Grundschule am MiSch-Projekt teil.

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Sie machen es den Profis nach: Luisa, Emilie, Mieke und Maria (v.l., alle 10) und ihre Mitschüler der Klasse 4c der Fritz-Reuter- Schule gestalten parallel zum MiSch- Projekt der Kieler Nachrichten ihre eigene Zeitung: die „FRS Nachrichten“.

Quelle: Florian Sötje

Kiel. Täglich bekommt jeder Schüler eine Zeitung ins Klassenzimmer geliefert. Am Donnerstagmorgen besuchte KN-Volontär Florian Sötje die Klassen und beantwortete die vielen Fragen der Grundschüler zu seiner Arbeit. Selbst wollte er wissen, was den Viertklässlern an der Zeitung am besten gefällt.

Die Kinder der 4c nehmen die tägliche Lektüre als Anregung und gestalten ihre eigene Zeitung. Dort findet der Leser zum Beispiel einen Text über das Faschingsfest oder ein Schachturnier. „Wir haben eine Mind-Map gemacht und überlegt, welche Themen wir bearbeiten können“, sagt Emilie (10) – fast wie eine richtige Redaktion. Welche Geschichten die Schüler in der KN am liebsten lesen, wissen sie genau: Julian (10) begeistern die „Drama-Artikel“, frei nach dem Motto, es kann nicht spannend genug sein. Maria (10) reitet in ihrer Freizeit und freut sich deshalb jeden Donnerstag auf die Reitseite.

Musikalisch geht es in der 4b zu

Eine musikalische Interpretation des Projekts gibt es in der Klasse 4b zu hören. Hier begrüßen die Schüler ihren Gast mit einem Zeitungs-Lied. „Zeitung lesen, das ist lustig. Zeitung lesen, das ist schön“ ertönt durchs Klassenzimmer – herrlich. Neben den Stimmbändern fordern die Viertklässler durch den Blick in die Zeitung ihren Geist. Gespannt haben sie die Diskussion um die teure „Sailing Yacht A“ verfolgt und sich die Frage gestellt, was sie sich von so viel Geld kaufen würden, wenn sie es hätten. Tyler (11) würde seiner Familie etwas abgeben und eine Villa bauen. „Am liebsten in Patagonien, weil es dort so schön ist“, sagt er und zeigt ein Bild aus der Region in seinem Zeitungstagebuch. Jeder Schüler sammelt in einem solchen Fotos und Artikel aus den Kieler Nachrichten. Eines fehle in dieser jedoch, erzählt der zehnjährige Eren. „Das Bilderrätsel könnte gerne häufiger in der Zeitung sein. Und für Kinder müsste es mehr geben“, fordert er. Am besten gefallen ihm nämlich die Comics über Hägar den Schrecklichen.

Manche Fragen treffen den MiSch-Reporter unvorbereitet

Gar nicht zum Fürchten ist die Stimmung in der Klasse 4a. Beim Eintritt ins Klassenzimmer erfüllt eine angenehme Ruhe den Raum. Zeitungen bedecken die Tische, die Schüler sind in ihre neueste Ausgabe vertieft. Doch als die Kinder ihren Gast bemerken, ist es mit der Ruhe vorbei. So viele Fragen brennen ihnen auf der Seele. Dabei scheinen sich die Viertklässler besonders um das Wohlergehen und die Arbeitsbelastung des Volontärs zu sorgen. „Ist dein Beruf manchmal gefährlich?“, möchte Milano (11) wissen. „Musst du jeden Tag einen Artikel schreiben?“, fragt Jannes (10). Und Marvin (10) hat sich besondere Gedanken vor dem Besuch im Klassenzimmer gemacht: „Ist es nicht schlecht für die Augen, den ganzen Tag am Computer zu sitzen und auf den Bildschirm zu gucken?“ Bei so viel Fürsorge verschlägt es einem doch glatt die Sprache. Manche Fragen treffen selbst den MiSch-Reporter völlig unvorbereitet.

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Ein Artikel von
Florian Sötje
Volontär

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