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KN kommen ins Klassenzimmer

MiSch 2016 KN kommen ins Klassenzimmer

Überall in der Region haben 1555 Schüler von Grund- und Förderschulen heute ihre ersten druckfrischen Kieler Nachrichten in den Händen gehalten. Zum Auftakt des Projekts „Medien in der Schule“ (kurz MiSch) von Kieler Nachrichten und Förde Sparkasse kam die Zeitung direkt ins Klassenzimmer.

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MiSch-Auftakt in der Ellerbeker Grundschule

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Zeitungsrascheln, Kreuzworträtsel und viele, viele Fragen: Überall in der Region haben 1555 Schüler der Grund- und Förderschulen heute ihre ersten druckfrischen Kieler Nachrichten in den Händen gehalten. Zum Auftakt des Projekts „Medien in der Schule“ (kurz MiSch) von Kieler Nachrichten und Förde Sparkasse kam die Zeitung direkt ins Klassenzimmer. Vier Wochen lang werden die Klassensätze geliefert. Bei der Projektarbeit lernen die Schüler, gedruckte und digitale Nachrichten zu verarbeiten, zu bewerten und zu produzieren. Souveräne, reflektierte Nutzung und der sinnvolle Umgang mit digitalen Medien sollen so gefördert werden. Die Teilnehmer erhalten neben der Tageszeitung kostenlosen Zugang zu den digitalen Kanälen der KN und die Möglichkeit, sich in einem Blog über das Projekt auszutauschen, den Bloginhalt mitzugestalten und auf der Website Tipps und Informationen für das Projekt abzurufen.

Am Tag der ersten Zeitungslieferung stand bei den vier teilnehmenden Klassen der Ellerbeker Schule aber das Print-Produkt im Mittelpunkt. Sie starteten in das Thema Medien mit einer Fragestunde zur Tageszeitung. Woher kommen die Informationen, wie deckt man einen Skandal auf, wie lange dauert es, bis eine Zeitung fertig ist? Das und noch viel mehr wollte die Klasse 4a von Volontärin Merle Schaack wissen. Die 4b hatte ihre Gedanken zum Thema Zeitung an der Tafel festgehalten. „Einige Kinder konnten gar keine Zeitungen nennen, als wir das erste Mal darüber sprachen“, sagt Lehrerin Christina Sturm. „Aber Zeitunglesen bildet, deshalb finde ich es wichtig, die Kinder damit vertraut zu machen und die Leselust zu fördern.“ Als ersten Schritt im MiSch-Projekt will sie deshalb erarbeiten, wie eine Tageszeitung aufgebaut ist. „Aber wir wollen uns auch angucken, was es bei einer Zeitung für verschiedene Berufe gibt und freuen uns auf den Besuch in der Druckerei.“

Auch die Klasse 3a hat ihr Wissen über Zeitung an der Tafel gesammelt und in den KN geblättert. „Wir wünschen uns eine tägliche Kinderseite mit leicht verständlichen Texten“, geben sie der Volontärin mit auf den Weg. Und welche Themen? Sport, Witze, Kurzgeschichten, ein Kinder-Kinoprogramm, Rezepte, Stars und Tiere, so die Wunschliste. Ihnen kann geholfen werden. Im MiSch-Blog gibt es unter anderem die Rubrik „Tierisches“, wo sie Texte lesen und selbst verfassen können.

Als Vivien Westphal die Zeitungen in ihrer Deutsch-Klasse, der 3b, verteilt, wird schnell klar, welche Inhalte die Kinder am spannendsten finden. Flugs sind die ersten Stifte gezückt und die Köpfe rauchen über den Sudoku-Rätseln. Hägar-Comics werden vorgelesen. „Wo ist Handball?“, tönt es durch den Raum. Oder: „Ich finde den Fußball nicht!“ Auch das Fernsehprogramm erfreut sich großer Beliebtheit. Vivien Westphal will versuchen, sie auch an den Lokalteil heranzuführen. „Die Kinder sollen Artikel lesen und diejenigen ausschneiden, die ihnen am besten gefallen. Daraus machen wir dann ein Lesetagebuch. Ich hoffe, dass es nicht nur aus Hägar bestehen wird“, sagt sie augenzwinkernd. Auch wenn der Projektname MiSch sich in diesem Jahr erstmals ausdrücklich auch auf digitale Medien bezieht, will Westphal den Fokus auf die Zeitung legen. „Einige Kinder kennen sie gar nicht. Sie sollen lernen, dass Informationen nicht nur aus dem Fernseher kommen“, sagt sie. In den kommenden Wochen bekommen weitere Klassen in der ganzen Region Besuch aus der Redaktion.

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