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MiSch "Sie hat ja etwas an"
MiSch "Sie hat ja etwas an"
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17:13 03.03.2017
Von Hans-Jürgen Schekahn
Christina Haverkamp verkleidete Petter Genz als Häuptling eines Yanomami-Stammes - samt Stirnband aus Affenschwanz. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Die großen Hallen im Druckzentrum in Moorsee sind selbst für Erwachsene ein gewaltiger Anblick. Auf die Giekauer Kinder wirken die Ausmaße der Maschinen und Papierrollen bei ihrem Besuch noch gigantischer. Ein kleines Mädchen sagt mit Blick auf die frisch gedruckten Zeitungen, die an einem Fließband in der Luft über ihr vorbei ziehen. „Die fahren ja den ganzen Tag Achterbahn. Das möchte ich auch.“ Nach einigem Nachdenken korrigiert sie sich etwas. Also eine Zeitung möchte sie nicht sein, die werde ja später in die Tonne geworfen. Aber an der Vorliebe für das Achterbahnfahren ändert das nichts. 

Die Lehrerinnen Gundula Virchow und Juliane Kleiber beobachten an den Schülern der kombinierten 3. und 4. Klasse in diesem Jahr eine besondere Ruhe, wenn diese in den Kieler Nachrichten lesen. Eine halbe Stunde lang können die Kleinen ohne große Ablenkungen in den Artikeln schmökern. Vor allen Dingen, wenn es um Tiere geht, wollen die Jungen und Mädchen genau wissen, was in dem KN-Text steht.

Christina Haverkamp berichtet von Indianern

Einer der Höhepunkte der MiSch-Wochen ist der Besuch von Christina Haverkamp, die sich für die Rechte der Yanomami-Indianer in Südamerika stark macht. Ein Reporter der Kieler Nachrichten begleitet das Ereignis. Die Giekauer Schüler, die sich schon vorher mit den Ureinwohnern und dem Urwald Brasiliens und Venezuelas beschäftigt hatten, warten gespannt. „Sie hat ja doch etwas an“, meint ein kleines Mädchen beim Blick auf dem Gast. Weil die Yanomani-Indianer auf den Fotos kaum Kleidung am Leib trugen, glaubte sie, auch Christina Haverkamp käme ohne Hemd und Hose in die Schule Seekrug.

Dann reisen die Kinder (die 1./2. Klasse durfte auch zuhören) per Diashow in den Dschungel zu den Yanomami-Indianern. Am Ende des Vortrages will die Hälfte der Schüler ebenso wie Christina Haverkamp einmal auf Expedition gehen. Die andere Hälfte hat hingegen Angst vor dem Unbekannten oder plant etwas anderes aus seinem Leben zu machen.

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