Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Mit Sicherheit - Kiel So bewegen Sie sich sicher im Netz
Mit Sicherheit - Kiel So bewegen Sie sich sicher im Netz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:58 13.11.2017
Von Imke Schröder
Mit einfachen Tricks können Sie Ihr Netz besser schützen. Quelle: Nicolas Armer/dpa
Anzeige
Kiel

Seien Sie wachsam

Gefälschte Mails, so genannte Phishing-Mails, sind der Bedrohungssektor schlechthin. Sie verursachen weltweit den größten Schaden. Rein technisch kann der Nutzer gegen gefälschte Mails mit Links und Anhang nicht viel machen. Was hilft: Der User muss wachsam sein. "Für mich ist generell jede Mail mit Anhang und Link verdächtig, eine Mail nur mit Text ist nicht gefährlich", sagt Oliver Herrmann. Es werde oftmals versucht, unter Androhung einer Geldstrafe ein Handeln zu erzwingen. Die genauen Bedingungen der Geldstrafe liegen dann im Anhang als Zip-Datei, beim Entpacken installiert sich die Schadsoftware oder es wird über das Klicken auf einen Link auf den PC zugegriffen.

Tipp:

Bitte beachten Sie, dass kein Gericht, kein Anwalt, keine Polizei Ihnen eine amtliche Meldung per Mail zukommen lassen wird.

Testen Sie Ihr Wissen

Die TU Darmstadt hat ein Online-Game namens NoPhish herausgegeben, in dem Sie spielerisch Ihr Wissen um solche Betrugsmails testen können.

Überprüfen Sie die URLs

Wenn Sie mit der Maus über den Link fahren - die sogenannte URL (Uniform Resource Locator, identifiziert eine lokale Website) -, sehen Sie, bei welcher Adresse Sie genau landen. Wenn Amazon und PayPal Ihnen schreiben, dann sollte in der URL die Original-Adresse stehen und nicht eine abgeänderte Version. Auch sollte keine IP-Adresse - also eine  lose Zahlenabfolge - als Hausanschrift im Netz fungieren. Von professionellen Seiten wird die IP-Adresse nicht als Internetdomain genutzt.

Ist die Seite sicher?

Schauen Sie im Browser nach, ob das kleine Schlosssymbol vor der URL sichtbar ist. Wenn nicht: Geben Sie keine empfindlichen Daten preis, erst Recht keine Kreditkartendaten.

via GIPHY

Machen Sie ihre Passwörter sicherer

„Ich muss mir genau zwei Passwörter merken: Eins, um mich auf dem PC anzumelden und ein Masterpasswort für meinen Passwortcontainer. In einem Passwortcontainer (wie beispielsweise von keyPass) sind alle Passwörter hinterlegt, die automatisch generiert wurden.

Tipp:

Benutzen Sie keine natürlichen Worte oder reine Zahlenkombinationen. Falls Sie sich Passwörter schlecht merken können, ersetzen Sie einige Buchstaben durch Zeichen. Sehr lange Passwörter oder gar Sätze sind auch sinnvoll, allerdings werden Leerzeichen längst nicht bei allen Anbietern angenommen.

So schützen Sie Ihr WLAN

Richten Sie Ihr WLAN immer als WPA2 ein. Der standardisierte WEP-Modus kann innerhalb einer Viertelstunde geknackt werden. "Wi-Fi Protected Setup (WPS) würde ich deaktivieren", sagt Oliver Herrmann. Und wenn Sie nicht möchten, dass die halbe Nachbarschaft Ihr Netzwerk sieht, verstecken Sie den SSID. Die Abkürzung SSID steht für "Service Set Identifier". Hinter der Bezeichnung versteckt sich der Name von einzelnen WLAN-Netzwerken. 

Tipp:

Ändern Sie unbedingt das vom Hersteller eingestellte WLAN-Passwort. Diese Passwörter sind in Listen vermerkt und können durch Ausprobieren geknackt werden. Privatanwender haben aufgrund der oftmals vom Telefonanbieter zur Verfügung gestellten Router-Hardware (für den Heimgebrauch) und ihrem Kenntnisstand nicht die Möglichkeit, eine zertifikatsbasierte Netzzugangskontrolle (Stichwort: 802.1x) zu installieren. Eine weitere Möglichkeit neben den bereits genannten Schutzmöglichkeiten, die ein Router im Heimgebrauch im Auslieferzustand meist bietet, ist der MAC-Filter. Ungeübte Nachbarn oder Gäste werden so daran gehindert, Endgeräte mit ihrem Netz zu verbinden. Einen ausreichenden Schutz gegen Kriminelle erreichen wir damit nicht. Die Einrichtung eines MAC-Filters sollte aufgrund der Schwächen und des Konfigurationsaufwandes für den Privatanwender gut überlegt sein.

Oliver Herrmann ist Berater der Vater-Gruppe. Quelle: Imke Schröder
Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige