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Landesbischof: Politische Verrohung der Gesellschaft

Wahlen Landesbischof: Politische Verrohung der Gesellschaft

Der Landesbischof der Nordkirche, Gerhard Ulrich, sieht eine politische Verrohung der Gesellschaft. "Da wird mir angst und bange", sagte Ulrich am Mittwoch in Kiel.

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Landesbischof Gerhard Ulrich im Gespräch.

Quelle: Bernd Wüstneck/ Archiv

Kiel/Schwerin. Er verwies auf Reaktionen, die zur Stellungnahme der Bischöfe der Landeskirche nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 4. September eingingen. "Ich merke, dass die Schwelle, einander zu entwürdigen, in den vergangenen Jahren niedriger geworden ist als es gut ist für unser Zusammenleben."

Der Präses der Landessynode und schleswig-holsteinische Landtagsabgeordnete Andreas Tietze (Grüne) sagte, ihn hätten die Erfahrungen bei einer einwöchigen Fahrt durch Mecklenburg-Vorpommern erschüttert. Tietze sprach angesichts von Hassparolen und Fremdenfeindlichkeit etwa der NPD von "geistiger Brandstiftung".

Die Nordkirche hatte das gute Abschneiden der AfD kritisch kommentiert. Es sei besorgniserregend, "dass populistische und fremdenfeindliche Parolen in so großem Maße verfangen haben. Manche Plakatierung hat den Eindruck erweckt, unser Land befinde sich im Notstand", hatte Ulrich erklärt. Der Schweriner Bischof Andreas von Maltzahn mahnte, alle Gewählten müssten für das Grundgesetz und die Landesverfassung in allen Punkten einstehen.

dpa

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