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Sparkassen-Chef: Kontogebühren werden bei allen Banken kommen

Banken Sparkassen-Chef: Kontogebühren werden bei allen Banken kommen

Das Zinstief macht Banken und Sparkassen zu schaffen. Weil Erträge wegbrechen, drehen etliche Institute an der Gebührenschraube. Für Kunden wird es vielerorts teurer.

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Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Georg Fahrenschon.

Quelle: Soeren Stache

Frankfurt/Main. Kunden von Banken und Sparkassen müssen sich nach Einschätzung von Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon flächendeckend auf Gebühren für die Kontoführung einstellen.

"Ich erwarte, dass es in einigen Jahren praktisch nirgendwo mehr kostenlose Girokonten geben wird", sagte der Chef des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) der "Bild"-Zeitung (Freitag). Für die Nutzung von Geldautomaten sollten Verbraucher aber auch künftig nichts zahlen.

Fahrenschon bekräftigte damit frühere Aussagen. Bereits im März hatte er verkündet: "Die Zeit von kostenlosen Girokonten ist vorbei." Die Preisgestaltung ist jedoch Sache der einzelnen Geldhäuser und nicht ihrer jeweiligen Dachverbände.

Wegen der historisch niedrigen Zinsen brechen den Instituten die Zinserträge weg. Zusätzlich unter Druck ist die Branche, weil Geschäftsbanken für Geld, das sie bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken, inzwischen 0,4 Prozent Strafzinsen zahlen müssen. Die Kosten dafür geben viele Banken bereits an ihre Unternehmenskunden oder große Investoren wie Fonds weiter. Das Gros der Privatkunden bleibt indes bisher verschont. Sie müssen allerdings häufig bereits höhere Gebühren zahlen - etwa für Überweisungen oder Bankkarten.

Der Präsident der Finanzaufsicht Bafin, Felix Hufeld, sieht die Branche angesichts des absehbar anhaltenden Zinstiefs unter Zugzwang. "Über Girokonten, Depots oder Kreditkarten zum Nulltarif mögen sich Kunden freuen. Mangels alternativer Ertragsquellen lässt sich dieses Angebot aber nicht auf Dauer aufrechterhalten", sagte Hufeld bei einer Bankentagung am Donnerstag in Frankfurt. "Trotz des harten Wettbewerbs mit Gratisangeboten wird es hier zu einem Umdenken kommen müssen."

dpa

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