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Hollywood op platt in Dithmarschen

Landeier gegen Grootstadt-Ganoven - dor is wat los in Delve Hollywood op platt in Dithmarschen

Dor staht se sik nu liek över an Struves Gasthoff: De Landeier ut Delve un de dree Spitzboven ut Hamborg, „Countdown“ sotoseggen: „Jens, da bist du ja. Du hast noch was, was mir gehört. Und wenn du und deine Dorfdeppen hier keinen Ärger haben wollt, dann besorgst du das, was mir gehört, und sonst . . .“  Tja, wat sünst passern würr, dat kannst du di jo in den Film „Landeier – Plattdeutsch für Fortgeschrittene“ mol sölben ankieken. Dor speelt Dithmarschen de Hauptrull un natürli de Plattdüütsche Spraak. „Eine Low-Budget-Produktion mit Laien“, meent Filmemaker un Mediengestalter Mathias Schulz een beten dröög, „keine Hollywood-Produktion auf Hochglanz.“

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De Landeier maakt sik op'n Wech gegen de Banditen.

Quelle: Pilotlicht

De Idee för den plattdüütschen Film hett all lang in sien Kopp rümgeistert. Dat schull een Mischen twüschen Tatort un Komödie ween – so as de Stücke in’t Ohnsorg-Theoter. Aver eben as Film. „Das ist sehr speziell“, wohrschuut sien Vadder. Un he sölben harr ok sien Twiefel. Liekers. De Landeier-Kino-Avende weern jümmers „Ausverkauft“. Un an‘ Sluss geev dat sogor standing ovations.

„Ich war platt über die Aufführungen“, vertellt de Dithmarscher Jung, „ich hatte Selbstzweifel und das Drehbuch konnte ich auch nicht so umsetzten wie ich wollte. Umso überraschter war ich über den tosenden Applaus und das Lachen an der richtigen Stelle.“

De Geschicht is flink vertellt. Dat geiht üm Geld un Drogen. Un kloor: Dor sünd ok so’n poor Klischees binn vunwegen de bösen Jungs ut‘e Grootstadt gegen de Deppen ut‘ Dörp. Aver mol de Reeg na: Jens kümmt ut Hamborg un is op’e Flucht för dree slimme Typen. Dat geiht üm een Tasch vull Geld. Tja. Nu is he in Delve in‘ Dörpskroog lanndt un versteekt sik dor. Aver de Buern, de hebbt de Büx jo ok nich mit’e Knieptang antrocken un kaamt achter sien Geheemnis. Eerst puult se em Platt bi un denn hölpt se em ut’e Patsche.

Un nu kaamt de Ganoven in’t Speel. De verstaht nämli blots Bahnhoff, denn verdorri noch Mol: De Dorfdeppen, de schnackt so  komisch. Wenn de Buer dor steiht, mit’e Fork in‘e Hand: „Seht to, datt ji vun‘ Hoff kaamt, sünst püüster ik ju wech“, denn sünd de Spitzboven doch böös verbiestert. Is jo ok Plattdüütsch, wat de dor schnacken doot in Delve. Fakt is: De Spitzboven wüllt ehr Geld trüch – aver de Delver, de hebbt noch wat in’e Achterhand. Woans heet dat doch op Platt: „Dree Dumme maakt een Klooken riek“.

„Ich hatte die Geschichte platt im Kopf“,  smuustert Mathias Schulz, de twaars Platt verstahn kann, aver mit dat Schnacken is dat nich so dull.  „Vadder schnackt zuhause Platt, Mudder weniger“, seggt de Jung ut Lohe-Rickelshof, de sik jümmers freuen deit, wenn he ut’e Grootstadt wedder na Huus kamen deit: „Also, wenn ich dann im Supermarkt oder beim Bäcker bei uns stehe und so ein älterer Herr auf Platt bestellt – dann denkt man doch gleich: Hier bin ich zuhause“, swöögt he.  

Dat Dreihbook hett he op Hochdüütsch schreven – tominnst een Aart Grundgerüst. Denn de Mediengestalter un Kameromann wull de Schauspelers  vun’e Delver Speeldeel nuch Speelruum laten to’n Spelen un Platt schnacken  „wie ihnen der Schnabel gewachsen ist.“ De sünd nämli siene Hauptdarsteller. Un in Dithmarschen bekannt as so’n bunten Hund. Se weern nich blots jümmers to Steed, wenn Mathias Schulz ropen hett, de hebbt em ok jümmers ünner de Arms grepen un bi all siene Probleme Stütt un Stöhn geven.

 Wobi: „Da gab‘s nicht gleich Applaus, als ich erzählt habe, was ich vorhabe“, vertellt de Filmemaker. „Sie mussten sich erst beraten.“ Aver as dat so is bi de drögen Dithmarscher:  Eerst heet dat „man suutje mit de jungen Peer“ un denn sünd se Füer un Flamm. „Die Delver haben sich richtig reingehängt“, swöögt he, „die haben mir den Rücken frei gehalten.“

Denn dat is jo nu wiss nich so eenfach, so’n Film blangen de Arbeit to dreihn. Un denn noch ahn veel Geld. He hett op Filmportale anfraagt, ob een mitspelen will: „Ich habe ihnen natürlich reinen Wein eingeschenkt, dass ich nichts oder nicht viel bezahlen kann“, sineert de Alleskünner. Liekers hebbt de Lüüd toseggt – aver an‘ eersten Dreihdag stünn he miteens alleen dor. Keeneen weer kamen, keeneen harr afseggt. Tominnst twee junge Schauspeler (Lena Kluger un Hannes Träbert) un de Delver Speeldeel sünd bi em bleven. Liekers  weern de Dreiharbeiten een groot Problem: „Der eine Schauspieler kam aus Bremen, die andere aus Hamburg, dann musste die Gaststätte frei sein, dann waren Schichtarbeiter unter den Schauspielern, dann war da ein Landwirt dabei, der seine Tiere versorgen musste – ich musste viele Kompromisse eingehen.“ Veer Maande hett he för de Dreharbeiten bruukt – avends un an‘t Wuchenenn hett dat denn heten: „Kamera löppt.“ „Die Drehtage hatten zwei Gesichter: Das gab Zeiten, wo alles klappte und die Leute mich 100 Prozent unterstützt haben. So wie die Delver. Da kannst du Pferde mit stehlen. Und dann haben mich Leute am Abend vor den Dreharbeiten einfach hängen lassen.“

De Bösewichte ut Hamborg to’n Bispill. De speelt nu sien Frünn. Un twaars richtig goot. Mathias Schulz hett för jedeen Rull extra een Charakterbild schreven: „Ich habe ihnen erklärt, wie sie rüberkommen sollen. Dass sie nicht zu komisch wirken dürfen.“

Aver Stück för Stück weer denn de Film doch noch in’ Kassen, freut sik de Regisseur, de all’ns sölben maken müss: Kamera, Schnitt, Regie, Dreihbook, Licht . . . „Ich bin froh, dass ich das alles als Mediengestalter gelernt habe. Dass man auch die anderen Gewerke gut kennt.“ Ok wenn „das nicht immer das war, was ich haben wollte. Aber im Nachhinein ist es ein super Film geworden“, meent de Dithmarscher Jung trüchhöllern. Eben so’n lütt Stück Hollywood op Platt in Dithmarschen. www.pilotlicht.de

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