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Lokalradio: En Chance för de lütten Spraken?

„Ein echtes Plus für unsere Minderheiten im Land“ Lokalradio: En Chance för de lütten Spraken?

Mehr Sprakenveelfalt un mehr lokale Informaschonen – dat schall bi de fief niegen lokalen Radiosenner rutsuern, de dat tokünftig geven schall. In‘ Januor hett de Lannesregeern den niegen Medienstaatsverdrag HSH (Hamborg/Sleswig-Holsteen) op’n Wech bröcht. Dat, wat in anner Bunneslänner all lang in’e Gang is, schall nu endli ok in Sleswig-Holsteen mögli ween: Lokales Radio.  Dat Land will aver noch een Schritt wieder gahn:   De Lokalradios schüllt nich blots Informaschonen ut‘e Region bringen, de mööt luud Verdrag tokünfti ok de Spraak un Kultur vun’e Minnerheiten in’t Programm rin bringen.

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Radio höörn - mit Berichte un Narichten ut diene Region un ok op Platt

Quelle: th

 „Das ist bundesweit einmalig . . .“, swöögt Lars Harms vun‘ SSW,  „Anbieter, die in einer der fünf Versorgungsregionen im Norden lokalen Hörfunk anbieten wollen, verpflichten sich, auch die Kultur und Sprache regionaler Minderheiten angemessen zu berücksichtigen. Damit wird lokaler Hörfunk in Schleswig-Holstein auch ein echtes Plus für unsere Minderheiten im Land.“

Eerst Mol is aver de Medienanstalt Hamborg/Sleswig-Holsteen (MA HSH) an’e Reeg. Se is för de Lizensen tostännig. Ölben Interessenten hebbt sik beworben – se wüllt alle Lokal-Radio maken. In twee Regionen schall dat kommerziellen lokalen Hörfunk geven – in un üm Sylt rüm (Niebüll, Leck, Bredstedt)         un rund üm Lübeck (Bad Schwartau, Krummesse, Ratzeburg). För de Region Sylt hett sik de Antenne Sylt beworben, Syltfunk Söl`ring Radio un Mien Radio (Radio Nora). För de Region Lübeck sünd de Antenne Lübeck, 88,5 onAir, Radio 88,5, Radio Lübeck un dat Hanse Radio in’t Rennen.

 Bi de Nich-Kommerziellen gifft dat dree Bewarber: Dat Freie Radio/Initiative Flensburg e.V. (Region Flensburg, Glücksburg, Tastrup),  dat Freie Radio Niemünster e.V. (Neumünster, Bordesholm, Nortorf, Padenstedt)    un de Verein für ein Freies Radio in Rendsburg und Umgebung e.V.i.G. (Region Rendsburg, Schleswig, Eckernförde).

„Vor Ort sein“, „jede Menge Regio-Informationen“, „den Lokalteil der Zeitung hörbar machen“,  Radio für hier“- dat sünd de Verspreken vun’e tokünftigen Lokalsenner. Un se hebbt sik noch wat anners op ehre Fahns schreven: De Töverwöör Minnerheiten un Plattdüütsch. Denn Absatz 1 vun’ 5. Medienännerungsstaatsverdrag HSH verlangt, „dass diese Hörfunkprogramme auch angemessen der Verbreitung von Beiträgen in den Regional- oder Minderheitensprachen im Sinne der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen vom 5. November 1992 dienen sollen.“

Verspreken doot de Radiolüüd in ehre Bewarben jedenfalls veel. Antenne Sylt will de lokalen Minnerheiten een besünnere Steed inrüümen“, hett ehr Geschäftsführer Joachim Wussow seggt: „Die verschiedenen Sprachen der Minderheiten verstehen wir als Bereicherung unseres Programmes.“ Dorbi wüllt se mit de enkelten  Verbänne tosamenarbeiten.  Plattdüütsch will ok Kassian Alexander Goukassian vun‘n Senner 88,5 onAir in’t Programm rinbringen. He sitt mit sien Werbefirma  Falkemedia in Kiel un hett mit solkeen Blatt as „Kielerleben“ all Erfohren mit Berichte un Reportagen ut’e Region. Een plattdüütsche Stünn plaant dat Hanseradio för de Region Lübeck. För Lüüd över 45 Johr. Ok bi de Musik schall Norddüütsches bavenan stahn. Groote Pläne harr ok „Mien Radio“ vun de Radio Nora. Se wullen een Programm maken un op Freesch, Däänsch un Plattdüütsch sennen. Dor is nu nix ut wurrn, denn „landesweite Veranstalter“ dörft nich bavento noch lokalen Hörfunk maken – vunwegen de Medienvielfalt. Alle annern Radiosenner wüllt een Programm sotoseggen „vor Ort“ maken mit veele regionale Themen as Narichten, Veranstaltungen, Lokalsport un Berichte vun  Sitzungen.

Bi de Kommerziellen Lokalsenner  will de Medienraat bald entscheiden, wokeen den Toslag för de Lizensen kriegen deit – de nichkommerziellen Senner mööt noch wat länger töven. De Finanzeeren steiht noch op to wacklige Been.

Ob dat Projekt Lokalradio in Sleswig-Holsteen würkli eenmolig warrd, dat steiht noch in‘ e Steerns. Eerst mol mutt de Finanzierung vun‘e Nich-Kommerziellen Senner op däägte Been stellt warrn un denn mööt jo ok noch de passen Radio-Lüüd her.  „Snacken künnt wi all. Doon is een Ding“, seggt de Plattdüütsche.

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